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Streit um Sex.com

29.11.2000 | 11:34 Uhr |

Ein kalifornisches Gericht hat verfügt, dass die begehrte Domain Sex.com an ihren rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden muss. Ein Betreiber von Porno-Angeboten hatte mehrere zehn Millionen Dollar mit der Web-Adresse verdient, die er sich mit Hilfe betrügerischer Mittel angeeignet hatte.

Ein kalifornisches Gericht in San Jose hat verfügt, dass die begehrte Domain Sex.com an den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden muss. In einem Unterlassungsbefehl wird Stephen Cohen untersagt, seine Porno-Angebote weiter unter der Domain Sex.com zu betreiben. Informationen des Nachrichtendienstes Bloomberg zufolge befand das Gericht, der Angeklagte habe sich betrügerischer Mittel bedient, um sich die Web-Adresse zu sichern.

Cohen soll 1995 mit einem gefälschten Dokument die Domain-Vergabestelle Network Solutions dazu bewegt haben, ihm die von Geschäftsmann Gary Kremen aus San Francisco registrierte Web-Adresse Sex.com zu übertragen. Kremen reichte Klage gegen Cohen ein und bezichtigte ihn des Domain-Diebstahls. Cohen verdiente mit seinem unter Sex.com betriebenen Porno-Portal mehrere zehn Millionen US-Dollar im Jahr.

Informationen des San Jose Mercury zufolge war Cohen 1995 aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte wegen Betruges in einem Konkursverfahren eine mehrjährige Haftstrafe absitzen müssen. (PC-WELT, 29.11.2000, jas)

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