49990

Streit um Rechtsfragen-Gutachten bezüglich Open-Source-Software

04.07.2003 | 15:17 Uhr |

Der deutsche Verband der Softwareindustrie (VSI) hatte bei der Universität Göttingen ein Gutachten zu Rechtsfragen der Open Source Software (OSS) in Auftrag gegeben und die Ergebnisse dieses Gutachtens Mitte der Woche veröffentlicht. Darin wird vom Göttinger Professor Gerald Spindler festgestellt, dass es bei der Nutzung und Entwicklung von OSS zu rechtlichen Problemen kommen könne. Das private "Institut für Rechtsfragen der freien und Open Source Software" hat jetzt offiziell Stellung zu der Studie bezogen und übt scharfe Kritik sowohl an der Studie selbst, als auch an dem VSI.

Der deutsche Verband der Softwareindustrie (VSI) hatte bei der Universität Göttingen ein Gutachten zu Rechtsfragen der Open Source Software (OSS) in Auftrag gegeben und die Ergebnisse dieses Gutachtens Mitte der Woche veröffentlicht ( wir berichteten ). Darin stellt der Göttinger Professor Gerald Spindler fest, dass es bei der Nutzung und Entwicklung von OSS zu rechtlichen Problemen kommen könne. Das private "Institut für Rechtsfragen der freien und Open Source Software" (Ifross) hat jetzt offiziell Stellung zu der Studie bezogen und übt scharfe Kritik sowohl an der Studie selbst, als auch am VSI.

Der VSI habe die Ergebnisse der Studie auf die Linux-kritischen Aussagen verkürzt. "Dies verwundert wenig, bedenkt man, dass der VSI im Wesentlichen die Interessen der proprietären Softwareindustrie vertritt", so die Ifross. Das Gutachten selbst sei wesentlich differenzierter. Allerdings betont die Ifross, dass die meisten der vom Gutachten aufgezeigten Rechtsprobleme überwiegend bereits bekannt seien.

Dem Verfasser des VSI-Gutachtens sollen auch zahlreiche Fehler unterlaufen sein. So würde die Studie die Begriffe Freeware und "Freie Software" gleichsetzen. Allerdings würden für Freeware-Programme andere Regeln gelten. "Die verwandte Begrifflichkeit ist deshalb unglücklich und entspricht nicht dem in Fachkreisen vorherrschenden Verständnis", erklärt die Ifross.

0 Kommentare zu diesem Artikel
49990