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Streit um Pornofilter

Die öffentliche Behauptung von AOL, der einzige Anbieter von effektivem Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten im Internet zu sein, hat den familienorientierten Provider FamilyHarbour auf den Plan gerufen. Da FamilyHarbour einen wirksamen Filter gegen pornografische und gewaltverherrlichende Inhalte in seinen Internet-Zugang integriert habe, hat er AOL aufgefordert, die Werbung zu stoppen.

Wieder sorgt ein Werbe-Slogan von AOL für Ärger: Diesmal ist es die AOL-Anzeige für den Schüler-Tarif des Online-Diensts, in der behaupte wird, AOL biete "als Einziger den effektiven Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten im Internet" an.

Der familienorientierte Internet Service Provider FamilyHarbour.de bezeichnet diese Aussage als falsch, da er ebenfalls einen effektiven Jugendschutz in seinen Zugang integriert habe. "Gerade FamilyHarbour.de sichert den Internet-Zugang über eine spezielle Filtertechnologie und macht das Internet so für Kinder gefahrlos nutzbar", so Tinka Thurston, Marketing Direktorin bei FamilyHarbour.de. Das Unternehmen hat AOL daher aufgefordert, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

FamilyHarbour.de schließt Websites mit pornografischen, gewaltverherrlichenden oder ethisch bedenklichen Inhalten von vorneherein aus. Unerwünschte Seiten werden auf Basis einer Datenbank herausgefiltert, die laut Firmenvertretern täglich aktualisiert wird. Der Filter beruht auf einer kombinierten Hard- und Software-Lösung, die sich im Gegensatz zu reinen Software-Filtern nicht durch Manipulationen deaktivieren lassen soll. (PC-WELT, 23.03.2000, sp)

Schüler-Tarif von AOL

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