09.12.2011, 11:55

Friedrich Stiemer

Streit um Markenrechte

Apple verliert Rechte am Markennamen „iPad“ in China

Apple darf in China die Bezeichnung "iPad" nicht mehr verwenden.

Ausgerechnet auf einem der wichtigsten und größten Märkte der Welt verliert Apple die Rechte an der Markenbezeichnung iPad. Nun muss der Konzern zahlen, wenn er das Tablet weiterhin unter dem Namen in China verkaufen will.
Bereits vor einem Jahr verklagte Apple den chinesischen Monitor-Hersteller Proview, der sich im Jahr 2001 die Worte „iPAD“ und „IPAD“ gerichtlich schützen ließ. Doch nun hat ein Gericht in Shenzen entschieden, dass die Markenrechte für die beiden Bezeichnungen nicht an Apple gehen, sondern an Proview.

Apple verliert das iPad-Trademark in China

Grund für das Urteil war, dass 2009 eine taiwanische Tochtergesellschaft des Herstellers die Markenbezeichnungen an die britische Firma IP Applications verkaufte. Diese wiederum hat 2010 die Rechte für 55.000 US-Dollar an Apple abgetreten. Doch der Verkauf durch das taiwanische Unternehmen sei in China nicht rechtskräftig. Nur Proview selbst hätte den Verkauf durchführen können. Kurzum: der Hersteller besitzt in China immer noch die Rechte an den beiden Namen.
Nun hat Proview Apple verklagt und fordert 1,5 Milliarden US-Dollar Entschädigung für die unrechtmäßige Nutzung der Modellbezeichnung „iPad“. Das Geld würde dem chinesischen Hersteller gerade recht kommen, da er kurz davor steht Insolvenz einzureichen. Möchte Apple das iPad also weiterhin am Weltmarkt China absetzen, muss das Unternehmen wohl in den sauren Apfel beißen und zahlen.
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