21.02.2012, 16:42

Panagiotis Kolokythas

Streit um Marke iPad

Apple droht im iPad-Streit chinesischem Unternehmen mit Klage

Streit um Markennamen iPad

Apple droht einem chinesischen Unternehmen mit einer Klage. In dem Streit geht es um die Verwendung des Markennamens "iPad" in China.
Apple liegt seit einigen Monaten in China im Streit mit dem Unternehmen Proview Technology, das die Rechte an dem Markennamen "iPad" in China beansprucht. Kürzlich geriet der Fall erneut in die Schlagzeilen, weil Proview Technology gedroht hatte, den Verkauf des iPad in China ebenso blockieren zu wollen, wie den Export des in China hergestellten iPads ins Ausland.
Apple hat nun zum Gegenschlag ausgeholt und droht nun Proview Technology mit einer Klage. Der Vorwurf lautet, dass das Unternehmen und dessen Anwälte in der Öffentlichkeit falsche Aussagen rund um die Rechte an dem Markennamen iPad gemacht hätten, die Apples Geschäfte in China schädigen könnten. Das Schreiben an den Chef von Proview Technology ist mittlerweile auch im Internet aufgetaucht und liegt dort sowohl in chinesischer als auch in englischer Fassung vor.

In dem Brief werfen die Anwälte von Apple dem Unternehmen von Proview Technology vor, falsche Informationen über den Rechtsstreit um den Markennamen "iPad" in den Medien verbreitet zu haben. Letztendlich geht es auch darum, dass laut Apple die Rechte an dem Markennamen "iPad" seit 2009 bei Apple liegen, nachdem Apple sie von Proview Technology gekauft hatte. Dieser Darstellung widerspricht allerdings Proview Technology und ist der Ansicht, weiterhin alle Rechte zu besitzen. Demnach habe eine taiwanische Niederlassung die Rechte an dem Markennamen "iPad" verkauft. Diese Niederlassung habe aber nicht die Genehmigung dazu gehabt. Apple wiederum kontert damit, dass Proview Technology über das Geschäft informiert gewesen sei und der Zahlung von umgerechnet 55.000 US-Dollar für die Übernahme an den Markenrechten zugestimmt habe.

Den Gerüchten zufolge soll Proview Technology in finanziellen Schwierigkeiten sein und könnte mit einer Geldspritze von Apple gerettet werden. Vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen durchblicken lassen, dass es bereit sei, sich mit Apple außergerichtlich zu einigen, wenn Apple bereit sei, 400 Millionen US-Dollar zu zahlen.
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