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Streit um Adwords: Google verliert erneut gegen Louis Vuitton

29.06.2006 | 17:20 Uhr |

Google hat in Frankreich eine weitere Niederlage im Rechtsstreit mit LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton hinnehmen müssen.

Sobald ein Begriff über Google gesucht wird, springt die Adword-Technologie des Unternehmens an. Bei dieser Werbeform können Unternehmen bestimmte Begriffe buchen, bei deren Eingabe sie rechts neben der Ergebnisliste eingeblendet werden. Dem Luxus-Artikel-Hersteller LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) war dies ein Dorn im Auge. In der Folge verklagte das Unternehmen Google. Der Vorwurf: Markenrechtsverletzung.

Bereits im Februar letzten Jahres verlor Google in erster Instanz, nun wurde das Urteil im Berufungsverfahren gesprochen. Das Gericht bestätigte das Urteil erster Instanz und erhöhte zudem die Schadenersatzsumme, zu der Google verurteilt wurde.

Demnach muss das Unternehmen 300.000 Euro an LVHM zahlen (zuvor waren es 200.000 Euro), die zu zahlenden Gerichtskosten wurden von 15.000 auf 60.000 Euro erhöht. Darüber hinaus darf Google keinen Markennamen von LVHM mehr in Zusammenhang mit seinen Werbe-Services verwenden. Dies gilt für alle Google-Sites, die von Frankreich aus abrufbar sind.

Mittlerweile gestattet Google es seinen Adword-Kunden nicht mehr, Keywords zu buchen, an denen andere Unternehmen Markenrechte besitzen. Ähnliche Verfahren laufen auch in den USA, Deutschland, Italien, Österreich und Israel.

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