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Streit mit EU: Microsoft signalisiert Kompromissbereitschaft

Im Streit um wettbewerbswidriges Verhalten hat Microsoft der EU-Kommission weiteres Entgegenkommen signalisiert.

Microsoft hat der EU-Kommission im Streit um wettbewerbswidriges Verhalten weiteres Entgegenkommen signalisiert. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag berichtete, schlägt der weltgrößte Softwarekonzern den Wettbewerbshütern in einem Brief Kompromisse in 20 von insgesamt 26 im März beanstandeten Punkten vor. Dabei geht es unter anderem um die Lizenzpolitik des Softwarekonzerns und die Offenlegung von Software-Quellcodes. Der Brief war vergangene Woche eingereicht worden. Bislang hat sich die Kommission zu den Vorschlägen nicht geäußert.

Microsoft erklärt sich Bloomberg zufolge in dem Brief unter anderem bereit, die Konditionen für die Software-Lizenzierung zu lockern und Lizenzkosten zu senken. Noch offen gelassen seien die Forderungen der Kommission, auch Anbietern von Open-Source-Software wie Linux Lizenzen zu erteilen. Abgesehen von den sechs verbliebenen Forderungen habe man bedeutende Schritte unternommen, aber es gebe noch weiteren Diskussionsbedarf, sagte Microsoft-Sprecher Tom Brookes.

Die Wettbewerbshüter hatten im März unter anderem beanstandet, dass die Auflagen in mehreren Punkten nicht hinreichend erfüllt werden. So soll Microsoft ungerechtfertigt hohe Lizenzkosten für seine Server-Software gefordert haben. Kunden sollen sich auch beklagt haben, dass sie vor einem Kauf nicht die nötigen technischen Dokumentationen erhalten hätten.

Auch die Umsetzung der Auflagen für die Abspielsoftware Media Player steht in der Diskussion. Dabei hatte Microsoft bereits Bereitschaft zur Zusammenarbeit gezeigt. Die Kommission hatte beanstandet, dass Microsoft mit der Koppelung seines Betriebssystems mit der Abspielsoftware Mediaplayer konkurrierende Anbieter wie Real Networks behindert. Der Softwarekonzern will nun eine abgespeckte Version von Windows unter der Zusatz-Bezeichnung "N" auf den Markt bringen - allerdings zum gleichen Preis.

Stellungnahme von Microsoft zu Windows XP N (PC-WELT Online, 30.03.2005)

Mediaplayer-Streit: Microsoft macht Lösungsvorschläge (PC-WELT Online, 30.03.2005)

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