Streit geht weiter

Apple will Verkauf des Samsung Galaxy Tab 10.1N stoppen

Mittwoch, 30.11.2011 | 14:46 von Hans-Christian Dirscherl
Auch gegen das Samsung Galaxy Tab 10.1N richtet sich Apples Wut.
Vergrößern Auch gegen das Samsung Galaxy Tab 10.1N richtet sich Apples Wut.
© Samsung
Apple hat Samsungs Nachbesserungen am Samsung Galaxy Tab 10.1 nicht akzeptiert. Apple hat am Landgericht Düsseldorf, das bereits den Verkauf des Samsung Galaxy Tab 10.1 untersagt hatte, eine einstweilige Verfügung gegen dessen Nachfolgemodell Galaxy Tab 10.1N beantragt. Mit dem Ziel, dass Samsung auch das Galaxy Tab 10.1N in der EU nicht mehr verkaufen darf.
Hintergrund: Apple kritisiert, dass das Android 3-Tablet Samsung Galaxy Tab 10.1 das Aussehen des iPad 2 in unerlaubter Weise nachahmen würde. Deshalb sah Apple seinen Geschmacksmusterschutz für das iPad 2 verletzt und klagte vor dem Landgericht Düsseldorf gegen Samsung. Das Gericht gab Apple Recht und untersagte Samsung den Verkauf in Deutschland (das Galaxy Tab 10.1 ist aber durchaus in Deutschland erhältlich, beispielsweise in Online-Shops).

Samsung änderte daraufhin das Aussehen des Galaxy Tab 10.1 dahingehend, dass das Display des Galaxy Tab nicht mehr die gesamte Vorderseite einnimmt, sondern von einem breiten silberfarbenen Rand eingefasst wird, in dem die beiden Lautsprecher jetzt so links und rechts integriert sind, dass sie den nach vorne zum Benutzer und nicht mehr zur Seite schauen. Samsung verpasste dieser neuen Variante den Namen Galaxy Tab 10.1N und brachte sie in den Handel.

Gegen diese modifizierte Version des Galaxy Tab 10.1 richtet sich nun Apples neuer juristischer Schritt. Das Landgericht Düsseldorf hat den 22. Dezember als Termin für die Anhörung angesetzt. Bis dahin kann Samsung, genauer gesagt die deutsche Niederlassung von Samsung, gegen die Apples Schritt gerichtet ist, das Galaxy Tab 10.1N in Deutschland verkaufen. Das Weihnachtsgeschäft ist also für das südkoreanische Unternehmen nicht gefährdet.

Mittwoch, 30.11.2011 | 14:46 von Hans-Christian Dirscherl
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (7)
  • tempranillo 23:24 | 10.12.2011

    Na gut, mal gucken, ob Google die Sicherheitsleistung abdrückt. Da glühen jetzt die Taschenrechner. Aber egal wie die sich entscheiden, ich konnte mir ein schadensfrohes Grinsen schwer verkneifen.

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  • kingjon 23:20 | 10.12.2011

    Kommt leider etwas zu spät: [quote=Heise.de]Der Hersteller hat umgehend weitere rechtliche Schritte angekündigt und sieht das Weihnachtsgeschäft in Deutschland trotz des Urteils nicht gefährdet. Also der Gewinn kann noch abgeschöpft werden...... Gruß kingjon

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  • tempranillo 23:15 | 10.12.2011

    Anscheinend war es keine so gute Idee, sich über Samsung indirekt mit Google anzulegen: http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Schwere-Schlappe-fuer-Apple-im-Patentstreit-mit-Motorola-1393064.html[/url

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  • Thor Branke 20:38 | 02.12.2011

    Zitat: kingjon
    "Die neue unendliche Geschichte, Apple vs. Samsung"!
    Oh ja, aber aufgrund der Terminlegung zum Verfahren dürfte der aktuelle Fall kaum ein vollständiges Kapitel darin bekommen:
    Das Landgericht Düsseldorf hat den 22. Dezember als Termin für die Anhörung angesetzt. Bis dahin kann Samsung, genauer gesagt die deutsche Niederlassung von Samsung, gegen die Apples Schritt gerichtet ist, das Galaxy Tab 10.1N in Deutschland verkaufen. Das Weihnachtsgeschäft ist also für das südkoreanische Unternehmen nicht gefährdet.
    Drei oder vier Wochen lang kann Samsung auf alle Fälle Kohle scheffeln. Bislang stand ich Apple eigentlich neutral gegenüber, deren Produkte interessierten mich schlicht nicht. Aber diese Hartnäckigkeit, auf Stunk zu machen, färbt für mich die Bissstelle im Apfel merklich unappetitlich braun.

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  • kalweit 20:30 | 02.12.2011

    Zitat: kingjon
    Man könnte schon langsam ein Buch schreiben:
    Der Titel würde mit Sicherheit anders lauten. Ich glaube schon lange nicht mehr daran, dass es um die Optik des Stullenbretts geht. Da laufen andere Spielchen im Hintergrund.

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