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Ex-Wikileaks-Sprecher soll vertrauliche Dokumente gelöscht haben

22.08.2011 | 11:22 Uhr |

Der ehemalige Wikileaks Sprecher Daniel Domscheit-Berg soll 3500 vertrauliche Dokumente gelöscht haben, die bei Wikileaks hochgeladen worden waren.

Der Streit zwischen Wikileaks-Chef Julian Assange und dem ehemaligen Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg geht in eine neue Runde. Domscheit-Berg hat angeblich bei seinem Weggang von Wikileaks im August 2010 über 3500 Dokumente mitgenommen, die von anonymen Informanten auf die Server von Wikileaks hochgeladen worden waren. Diese Dokumente habe der ehemalige Wikileaks-Sprecher in den vergangenen Tagen vernichtet. Das berichtet der Spiegel . Demnach gab Domscheit-Berg an, die Dokumente vernichtet zu haben, um die Quellen zu schützen.

Zu den vernichteten Dokumenten soll eine Liste der US-Regierung gehören, die Namen von Personen enthält, die kein Flugzeug betreten dürfen. Außerdem sollen auch Dokumente mit Insiderinformationen zu 20 rechtsextremistischen Organisationen zerstört worden sein. Domscheit-Berg wollte die Vernichtung der Dokumente gegenüber dem Spiegel nicht bestätigen.

Vor wenigen Tagen hatte der Chaos Computer Club den ehemaligen Wikileaks-Sprecher aus dem Club ausgeschlossen. In der Begründung hieß es, Domscheit-Berg habe das Ansehen des Clubs für sein Projekt OpenLeaks missbraucht.

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