Streit

GEMA wehrt sich gegen Vorwürfe von Grooveshark

Donnerstag, 19.01.2012 | 11:35 von Panagiotis Kolokythas
Die GEMA wehrt sich gegen die Vorwürfe von Grooveshark
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GEMA hat den Angaben des Musik-Streaming-Dienstes Grooveshark widersprochen, laut denen der Dienst in Deutschland aufgrund der hohen Betriebskosten eingestellt werden müsse. Schuld seien ganz andere Gründe, so die GEMA.
Der beliebte Online-Musik-Dienst Grooveshark hatte am Mittwoch die Einstellung des Dienstes für deutsche Nutzer bekannt gegeben und "hohe Betriebskosten" dafür verantwortlich gemacht . Grooveshark machte dafür letztendlich die Musik-Verwertungsgesellschaft GEMA verantwortlich. Immerhin fordern die Grooveshark-Betreiber ihre ehemaligen deutschen User dazu auf: "Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA schicken."

Die GEMA zweifelt in einer Mitteilung die Angaben von Grooveshark an. "Der Anbieter Grooveshark hat seinen Dienst in Deutschland - entgegen seiner Angaben - nicht wegen unverhältnismäßig hoher Betriebskosten eingestellt", betont die GEMA. Vielmehr habe sich Grooveshark, so die GEMA weiter, geweigert, grundsätzlich den von ihm betriebenen Dienst auf irgendeiner Form zu vergüten. Grooveshark habe bisher in keiner Form einen Kontakt zur GEMA aufgenommen.

Die GEMA zitiert die Website Netzwertig.com, die Grooveshark als "Schurkenseite unter den Musikstreamingdiensten" bezeichnet. So gäbe es aktuell bereits Klagen gegen Grooveshark unter anderem von Warner Music, EMI Music und Universal Music. Die GEMA weist außerdem darauf hin, dass erst kürzlich Google und Apple die Grooveshark-Apps aus dem Android-Market beziehungsweise Apple-AppStore geworfen.

"Anlass der Schließung des Dienstes in Deutschland ist damit nicht, wie durch den Infotext auf der Website von Grooveshark fälschlicher Weise suggeriert wird, eine Uneinigkeit über die Vergütungshöhe, sondern die generelle Tatsache, dass Grooveshark Urheber und andere Rechteinhaber an seinen Umsätzen beteiligen muss", schreibt die GEMA und fügt hinzu: "Falls Ihnen als User von Grooveshark finanzieller Schaden entstanden ist, wenden Sie sich mit Ihren Beschwerden bitte direkt an den Betreiber des Dienstes."

Donnerstag, 19.01.2012 | 11:35 von Panagiotis Kolokythas
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