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Google soll Senioren um Erlaubnis fragen

18.08.2010 | 12:17 Uhr |

Street View scheint das neue Lieblingsthema der Politik zu sein: Ein CSU-Politiker hat jetzt angeregt, dass Google bei älteren Hausbewohnern vorab eine Genehmigung einholen soll.

Die Forderungen der Politik an Google Street View werden immer unrealistischer. CSU-Sicherheitsexperte Stephan Mayer forderte jetzt gegenüber der Bild-Zeitung von Google, insbesondere bei älteren Menschen das Widerspruchsrecht umzukehren. Denn nicht jeder würde das Widerspruchsrecht bei Google Street View verstehen. Im Klartext: Google soll unter anderem bei Senioren vorab anfragen, ob deren Häuserfassade im Internet veröffentlicht werden darf.

Mayer äußerte sich allerdings nicht dazu, woher der Internet-Konzern denn überhaupt wissen soll, in welchen Häusern (ältere) Menschen wohnen, die von Google Street View entweder noch nie etwas gehört haben, oder das Widerspruchsverfahren nicht verstehen. Letztendlich wäre Google also gezwungen, bei allen Hauseigentümern und Mietern um Erlaubnis zu fragen. Das wäre mehr als unrealistisch und würde dazu führen, dass Street View in Deutschland gar nicht startet.

Dabei ist das Widerspruchsverfahren ganz einfach: Wer keinen Internet-Anschluss hat, oder sich nicht lange mit dem Thema beschäftigen möchte, schreibt einfach einen formlosen Brief an Google Germany GmbH, Betr. Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg und gibt darin an, dass er sein Haus (Adresse nicht vergessen!) nicht veröffentlicht sehen möchte. Alternativ gibt es hierfür auch einen Musterbrief . Internet-Nutzer können Widerspruch auch online einreichen .

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