20.08.2010, 09:25

Panagiotis Kolokythas

Street View

Google bessert beim Datenschutz nach

Google klärt die Frage, was mit den derzeit gesammelten Informationen von Nutzen geschieht, die der Abbildung ihrer Häuser in Google Street View widersprechen.

Google Street View soll noch dieses Jahr mit 20 großen deutschen Städten starten. Derzeit sammelt Google noch die Daten von Nutzern, die möchten, dass ihre Häuser und Grundstücke in Google Street View unkenntlich gemacht werden. Datenschutzexperten hatten kritisiert, dass Google bisher noch nicht ganz klar geäußert habe, was mit diesen gesammelten Informationen genau geschieht.
Gegenüber dem Datenschutz-Beauftragten in Hamburg hat nun Google folgende Punkte bestätigt:

* dass die Daten, die Google im Zusammenhang mit den Anträgen auf Unkenntlichmachung von Gebäuden bzw. Grundstücken im geplanten Dienst Street View übermittelt werden, sicher verwahrt werden.

* dass die Daten ausschließlich zu dem Zweck verwendet werden, den jeweiligen Antrag zu bearbeiten.

* dass nach abschließender Bearbeitung der Anträge eine Verwendung der Daten nur zu dem Zweck der Dokumentation der ordnungsgemäßen Bearbeitung erfolgt.

* dass die Daten - wie mit deutschen Datenschutzbehörden im Vorfeld abgestimmt - im Rahmen der gesetzlichen Verjährung etwaiger Ansprüche gelöscht werden.

* dass sich der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit von der ordnungsgemäßen Bearbeitung der Anträge selbst vor Ort überzeugen kann.
Professor Dr. Johannes Casper ist der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit und befasst sich in Vertretung aller Datenschutzbehörden in Deutschland mit dem Thema Street View. "Google hat mir bestätigt, dass mit den Daten der Widersprechenden sorgsam umgegangen wird und sie nicht länger als nötig aufbewahrt werden. Hierzu erwarten wir noch die Beantwortung eines Fragenkatalogs. Dass es nach Gesprächen mit Google gelungen ist, die Widerspruchsfrist für die Bürgerinnen und Bürger um 4 Wochen zu verlängern, finde ich sehr erfreulich", so Prof. Dr. Casper.
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