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Google-Autos in Deutschland gesichtet

29.08.2008 | 13:16 Uhr |

Die Funktion Street View des beliebten Kartendienstes Google Maps ist schon länger für einige Länder verfügbar. Nun werden auch in Deutschland immer mehr der mit einer speziellen Kamera ausgestatteten Autos gesichtet.

Bei Street View handelt es sich um Panoramabilder, die von einem mit einer speziellen Kamera ausgestatteten PKW aufgenommen wurden. Über den Dienst Google Maps kann man diese dann aufrufen und eine Strecke virtuell abzufahren. Für viele Städte und Nationalparks in den USA und seit Sommer 2008 auch für Teile Frankreichs, Japans und Australiens ist der Dienst bereits verfügbar.

Nun rückt diese Funktion auch für das deutsche Google Maps immer näher. Unter anderem auf einer Seite von Google Maps selbst haben Nutzer ihre Sichtungen von Google-Fahrzeugen am jeweiligen Ort eingetragen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Pkws, die mit einer speziellen Kamera ausgestattet sind, die in kurzen Abständen über mehrere Linsen hochauflösende Fotos von der Umgebung aufnimmt. Die Kamera ist auf einer Art Stelze auf dem Autodach befestigt.

Von Sichtungen in München, Hamburg, Leipzig, Berlin und vielen anderen Städten wurde schon mehrfach berichtet - oft sogar mit Beweisfotos, die ins Internet gestellt werden. Auf vielen Internetseiten und in Blogs scheint eine regelrechte Jagd auf die futuristisch anmutenden Autos ausgebrochen zu sein. Teilweise wurden auch flächendeckende Einsätzen beobachtet. Berichten zufolge soll die Ablichtung der Straßen einiger deutscher Städte sogar bereits abgeschlossen sein. Einen definitiven Starttermin scheint es aber bisher nicht zu geben.

Im Gegensatz zu der bei vielen vorherrschenden Euphorie wird der Dienst Google Street View aber auch von Datenschützern kritisiert. Grund ist die Befürchtung, durch Abbildungen von Häusern oder sogar Personen immer mehr an Privatsphäre zu verlieren. Insbesondere in den USA gibt es Proteste über Bilder, auf denen detaillierte Abbildungen von Personen zu erkennen sind. Mittlerweile wird eine Software eingesetzt, die durch Weichzeichnung Gesichter und auch Autokennzeichen auf dem bereits veröffentlichten Kartenmaterial unkenntlich macht, wie im englischsprachigen Blog des Teams von Google Earth und Google Maps beschrieben wurde. Es ist also zu erwarten, dass diese Verfremdung bei den Aufnahmen von deutschen Straßen bereits vor der Veröffentlichung durchgeführt wird.

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