1466157

Nvidia Grid schickt Gamer in die Cloud

18.05.2012 | 10:10 Uhr |

Der Grafik-Hersteller Nvidia hat eine neue Cloud-Gaming-Plattform namens Geforce Grid gestartet. Gaming-as-a-Service-Anbieter können dadurch ihre Spiele auf jedes internetfähige Endgerät streamen.

Mit Geforce Grid können Gaming-as-a-Service-Anbieter anspruchsvolle visuelle Effekte mit niedrigen Verzögerungszeiten anbieten, während nur geringere Betriebskosten anfallen, insbesondere beim Energieverbrauch. Gamer profitieren von der Möglichkeit,  aufwändige Spiele auf jedem angeschlossenen Gerät – darunter TV-Geräte, Smartphones und Tablets mit Android- und iOS-Betriebssystem - zu nutzen.

“Gamer haben endlich die Möglichkeit, die besten Spiele der Welt immer und überall zu spielen, egal ob auf Smartphones, Tablets, TV-Geräten oder Computern“, so Phil Eisler, General Manager Cloud Gaming bei Nvidia. „Geforce Grid bedeutet einen massiven Eingriff in die Art und Weise, wie Games in Zukunft ausgeliefert und gespielt werden.“ Geforce Grid wurde als Teil weiterer Neuankündigungen von Nvidia auf der GPU Technology Conference (GTC) in San Jose, Kalifornien, vorgestellt.

So funktioniert Geforce Grid

Die Geforce-Grid-Plattform setzt auf Nvidia-GPUs mit dedizierten Ultra-Low-Latency-Streaming-Techniken und Cloud-Grafik-Software. Gemeinsam sollen sie grundlegend die Wirtschaftlichkeit und Erfahrung beim Cloud-Gaming verändern, indem sie Anbietern von Gaming-as-a-Service skalierbare Rechenzentren bieten, die zuvor nur Film-Streaming-Diensten vorbehalten waren.

Nvidia-Geforce-Grid-GPUs

Unter dem Einsatz der Nvidia-Kepler-Architektur sollen Nvidia-Geforce-Grid-GPUs den Stromverbrauch minimieren, obwohl bis zu acht Streams gleichzeitig encodiert werden können. So sollen Anbieter ihren Service kosteneffektiv anbieten und Millionen von Gamer unterstützen können.

In zwei auf Kepler-Architektur basierende GPUs, jede davon mit einem eigenen Encoder ausgestattet, arbeiten Prozessoren mit 3072Cuda -Technologie-Kernen mit einer 3D-Shader-Performance von 4,7 Teraflops. Damit können Anbieter komplexe Games in der Cloud rendern und auf GPUs statt auf CPUs encodieren, um auf ihren Servern mehr Game-Streams gleichzeitig laufen zu lassen. Der Stromverbrauch pro Game soll dabei im Gegensatz zu früheren Verfahren um die Hälfte reduziert sein, was ein wesentlicher Faktor für Rechenzentren ist.

Schnelle Streaming-Technik

Die schnelle Streaming-Technik soll die Verzögerungszeiten auf gerade einmal zehn Millisekunden – also weniger als ein Wimpernschlag – reduzieren, da das Erfassen und Encoden eines einzigen Game-Frame in nur einem Arbeitsschritt erfolgt. Die Geforce-Grid-Plattform setzt dabei auf "Fast-Frame Capture", das gleichzeitige Rendern und Encoden für schnelles Streaming.

Die in Geforce-Grid-GPUs verwendete Technik reduziert die Verzögerungszeiten in Netzwerken, so dass Gamer das Gefühl haben sollen, an einem top-ausgestatteten Computer im selben Zimmer zu spielen. Dadurch soll blitzschnelles Spielen möglich sein, auch wenn der eigentliche Rechner viele Kilometer entfernt steht.

Geforce Grid in der Praxis auf der GTC

Auf der GTC demonstrierten NVIDIA und der Cloud-Gaming-Anbieter Gaikai ( wir haben über eine Kooperation berichtet ) eine virtuelle Spielekonsole, bestehend aus einem LG Cinema 3D Smart TV und einer von Gaikai entwickelten Applikation, verbunden mit einer Geforce-Grid-GPU in zehn Meilen Entfernung. Dies soll sofortiges und verzögerungsfreies Spielen eines hochkomplexen PC-Games mit einem einzigen Netzwerkkabel und einem kabellosen USB-Gamepad auf einem TV-Gerät realisieren.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1466157