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Strafanzeige online erstatten

Die Kölner Polizei nimmt ab sofort auch Anzeigen übers Internet entgegen. Das bundesweit einmalige Projekt läuft seit zwei Monaten und ist nach den Worten von Polizei-Webmaster Guido Karl ein voller Erfolg. "Bisher gehen etwa 10 Meldungen am Tag ein, von einer Anzeige wegen eines gestohlenen Handys bis hin zu Zeugen-Aussagen".

Die Kölner Polizei nimmt ab sofort auch Anzeigen übers Internet entgegen. Das bundesweit einmalige Projekt läuft seit zwei Monaten und ist nach den Worten von Polizei-Webmaster Guido Karl ein voller Erfolg. "Bisher gehen etwa 10 Meldungen am Tag ein, von einer Anzeige wegen eines gestohlenen Handys bis hin zu Zeugen-Aussagen".

Die Kölner Bürger können auf der Polizei-Homepage in der Rubrik "Online-Anzeige" ein elektronisches Formular ausfüllen, das aus Feldern für Name, Straße und Wohnort und einem großen Feld für den Text der Anzeige besteht. Anschließend wird das Formular per Knopfdruck abgeschickt. Zuerst werden Sie jedoch darauf hingewiesen, dass das Angebot nicht für Notfälle gedacht ist, da die Online-Anzeigen nur einmal pro Tag abgerufen werden.

Rechtlich ist das Projekt noch nicht abgesichert. "Es gibt über die Rechtskräftigkeit der Online-Anzeigen bisher kein Urteil, wir bewegen uns in einer Grauzone", so Karl. Alle Anzeigen würden aber von Sachbearbeitern überprüft. Es liege dann in deren Ermessen, den Wahrheitsgehalt zu beurteilen. Bisher habe es auch noch keine Probleme mit falschen Anzeigen gegeben.

Manche nutzten das Angebot jedoch, um ungeliebte Nachbarn auf einfache Weise anzuschwärzen. So habe ein junger Mann vor kurzem gemeldet: "Mein Nachbar ist ein Schwein, der steckt mir Kondome in den Briefkasten." (PC-WELT, 09.07.2000, dpa/ sp)

http://www.polizei.nrw.de/koeln

Internet statt Behördengang (PC-WELT Online, 10.4.2000)

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