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Die meisten schädlichen Websites sind in China zu finden

25.06.2008 | 16:27 Uhr |

Die Initiative Stopbadware.org hat für ihren jüngsten Bericht über 200.000 von Google als potenziell gefährlich eingestufte Websites untersucht und ihre Herkunft ermittelt. Auch Google selbst kommt dabei nicht gut weg.

Die Initiative Stopbadware.org hat ihren Bericht "May 2008 Badware Websites Report" veröffentlicht. Solche Berichte sollen in Zukunft monatlich erscheinen. Darin haben die Verfasser mehr 200.000 aktive Websites unter die Lupe genommen, die nach Einschätzung von Googles Initiative "Safe Browsing" Malware verbreiten. Sie haben die zu den Websites gehörenden IP-Adressen sowie deren Eigner ermittelt und nach Herkunftsländern sortiert.

Demnach kommen mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller untersuchten Websites aus China. Die meisten davon gehören zu einem von nur sechs Providern. Vier dieser Provider führen die Liste derjenigen Provider mit den meisten schädlichen Websites an, auf dem fünften Rang folgt Google. Ursache der prominenten Platzierung von Google dürften vor allem die Blogger-Sites sein, die systematisch zur Verbreitung von Malware genutzt werden.

Nach China folgen die USA mit einem Anteil von 21 Prozent, die sich auf eine größere Zahl von Providern verteilen. Dahinter liegen,jedoch mit deutlichem Abstand, Russland und Deutschland, die auf einen Anteil von weniger als vier Prozent kommen.

Die Aufschlüsselung nach der (geschätzten) Anzahl von Internet-Nutzern in einem Land verschiebt dieses Bild nur geringfügig. Auch hier liegt China vorn, mit 689 "Badware-Sites" pro eine Million Internet-Nutzer. Dahinter folgen Russland (307), die USA (212) und Deutschland (135).

Stopbadware.org ist bemüht mit Providern und Netzbetreibern ins Gespräch zu kommen, bei denen viele potenziell schädliche Websites gefunden werden. Die angestrebte Zusammenarbeit soll dazu führen, dass Provider Websites mit schädlichen Inhalten möglichst umgehend vom Netz nehmen. In Europa und den USA funktioniert das schon einigermaßen, in Asien gibt es noch viel zu tun.

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