07.05.2009, 15:22

Frank Ziemann

Stille Updates

Safari- und Opera-Nutzer vernachlässigen Updates

Stille Updates ohne Benutzereingriff sind gut für die Sicherheit, wie eine Schweizer Studie zeigt. Demnach sind Nutzer von Google Chrome und Firefox deutlich seltener mit alten Browser-Versionen im Web unterwegs.
Wenn Browser-Hersteller zügig Sicherheits-Updates bereit stellen, um Schwachstellen zu beseitigen, hilft das nur, wenn die Updates auch installiert werden. Dass diese banal erscheinende Erkenntnis durchaus von Wert ist, zeigt eine in dieser Woche veröffentliche Studie aus der Schweiz. Während Nutzer von Chrome und Firefox überwiegend die neueste Version des Browsers einsetzen, hängen Safari- und vor allem Opera-Nutzer weit hinterher.
Thomas Dübendorfer von Google Schweiz und Stefan Frei von der ETH Zürich haben in ihrer Studie "Why Silent Updates Boost Security" untersucht, wie schnell Sicherheits-Updates für gängige Web-Browser auf den Rechnern der Anwender landen. Dazu haben sie die Zugriffsprotokolle von Google ausgewertet. Darin findet sich, wie in anderen Server-Logs auch, Name und Versionsnummer des jeweils verwendeten Browsers. Nur beim Internet Explorer (IE) ist der Update-Status daraus nicht erkennbar, weshalb der IE bei dieser Studie außen vor geblieben ist.
Die Schweizer Forscher haben überprüft, auf wie vielen Rechnern die jeweils neueste Browser-Version 21 Tage nach ihrer Bereitstellung durch den Hersteller installiert ist. Die Studie hat nach Eliminierung einiger Fehlerquellen ergeben, dass die Nutzer von Opera 9.x die geringste Update-Bereitschaft zeigen. Nur 24 Prozent hatten drei Wochen nach Erscheinen von Opera 9.64 die neue Browser-Version bereits installiert. Zwar weist Opera auf die eine neue verfügbare Version hin, es ist jedoch eine komplette Neuinstallation des Browsers nötig.
Auch bei Apple Safari sieht es nicht so gut aus. Hier sind es immerhin 33 Prozent, die mit Safari 3.2.1 unterwegs sind. Ungünstig wirkt sich dabei aus, dass Mac-Nutzer zunächst ein Update ihres Betriebssystems einspielen müssen, um in den Genuss der neuen Safari-Version zu kommen. Die vergleichsweise wenigen Nutzer von Safari für Windows haben es einfacher, fallen jedoch kaum ins Gewicht.
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