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Steve Jobs stellt neuen iMac vor

08.01.2002 | 09:22 Uhr |

Apple hat eine neue Generation seiner iMac Personal Computer vorgestellt, die erstmals mit Flachbildschirmen ausgestattet ist. Mit dem radikal neu designten iMac will Apple an die Verkaufserfolge der ersten iMac-Generation anknüpfen, von der weltweit mehr als sechs Millionen Geräte seit Mai 1998 abgesetzt wurden.

Apple hat eine neue Generation seiner iMac Personal Computer vorgestellt, die erstmals mit Flachbildschirmen ausgestattet ist. Mit dem radikal neu designten iMac will Apple an die Verkaufserfolge der ersten iMac-Generation anknüpfen, von der weltweit mehr als sechs Millionen Geräte seit Mai 1998 abgesetzt wurden. "Das ist der offizielle Tod des Röhrenbildschirms", sagte Apple-Chef Steve Jobs in San Francisco.

Der neue Computer sieht aus wie eine überdimensionale Design-Schreibtischlampe: Auf einer weißen Halbkugel wurde ein 15-Zoll-Flachbildschirm mit Hilfe eines metallenen Schwenkarms montiert. In der Halbkugel wurde der eigentliche Rechner mit einem PowerPC G4 Prozessor samt Netzwerk und optischen Laufwerk untergebracht. Den neuen iMac gibt es in drei unterschiedlichen Ausführungen, die in den USA zwischen 1299 und 1799 Dollar (ohne Mehrwertsteuer) kosten, in Deutschland liegen die Preise zwischen 1885 und 2551 Euro (inklusive Mehrwertsteuer).

Die Vorstellung des neuen iMacs, die bereits Stunden vor der Präsentation durch eine Titelgeschichte des aktuellen Time Magazins bekannt gemacht wurde, war nach Auffassung von Branchenexperten überfällig: "Der iMac lag im Sterben. Die Verkäufe gingen dramatisch zurück", sagte Analyst Rob Enderle von der Giga Information Group, die keine Apple-Aktien besitzt. "Sie benötigten etwas, um die Leute wieder als Käufer zu gewinnen."

Im vierten Quartal waren die Verkäufe des iMacs auf 294.000 Stück (276 Millionen Dollar Umsatz) gesunken. Ein Jahr zuvor hatte Apple noch 571.000 Geräte für 593 Millionen Dollar abgesetzt. Wegen der hohen Einkaufspreise für Flachbildschirme in Taiwan hatte Apple den ursprünglich schon für den vergangenen Herbst geplanten Start des neuen iMacs verschoben. "Ich weiß, einige von Euch wollten es früher haben, aber ich glaube, ihr stimmt mir zu, dass sich das Warten gelohnt hat", sagte Jobs.

Neben dem neuen iMac kündigte der Apple-Chef auch die Fotobearbeitungssoftware "iPhoto" an, mit der das Unternehmen seine "Digital Hub"-Strategie vervollständigen möchte. Danach wird der PC zum "Verteilknoten eines digitalen Lebensstils", mit dem Geräte wie digitale Kameras, Musik-Player und Kleinstcomputer gemanagt werden können. Apple war im November 2001 in den Markt der Unterhaltselektronik eingestiegen und hatte den MP3-Player "iPod" vorgestellt (wir berichteten) , von dem nach Angaben von Jobs inzwischen 120.000 Stück verkauft werden konnten.

XPlay: Apples Ipod am PC nutzen (PC-WELT Online, 18.12.2001)

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