Offener Brief
Steve Jobs hat in vielen Punkten durchaus Recht - verschweigt aber auch wichtige Punkte
Viele Punkte, die Steve Jobs in seinem offenen Brief anspricht, treffen in der Tat zu. Die Sicherheit von Flash haben in der Vergangenheit nicht die Sicherheitsexperten von Symantec kritisiert. Flash ist außerdem auf vielen, vielen Rechnern installiert und daher ein attraktives Ziel für Angreifer. Ob allerdings Flash auf dem iPhone wirklich die Sicherheit der Geräte beeinflussen würde, kann angezweifelt werden. Zumal die Apple-Geräte auch mit iPhone OS 4 kein echtes Multitasking erhalten werden.
Die wenigsten Besitzer eines iPhones (iPod Touch und iPad) dürften auch beim Surfen mit dem Gerät die Flash-Unterstützung vermissen. Die meisten Websites verwenden Flash ohnehin nur für die Auslieferung von Werbung. Und Youtube-Videos können auch so auf den Apple-Geräten abgespielt werden. Selbst wenn eine Website mal Flash-Elemente aus anderen Gründen verwendet, dann sind diese Flash-Elemente in der Regel für die Maussteuerung optimiert.
Steve Jobs mag zu recht auf die Akku-Laufzeit hinweisen, aber als Gegenargument ließe sich anführen, dass Apple immerhin den Usern die Wahl überlassen könnte, ob sie Flash aktivieren wollen oder nicht.
Und was die Offenheit angeht: Klar -Adobe will mit Flash Geld verdienen. Das will Apple aber genauso mit seiner Plattform. Steve Jobs verschweigt, dass auch H.264 ein proprietäres Format ist, für das Lizenzgebühren fällig werden.
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