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Steve Jobs glaubt an den PC

10.01.2001 | 11:51 Uhr |

Eigentlich müsste Apple-Chef Steve Jobs in diesen Tagen schlecht gelaunt sein: Die gesamte Computer-Industrie steckt in einer Krise, und sein Unternehmen hat es besonders hart getroffen. Trotzdem glaubt Jobs weiterhin an die Zukunft des PCs.

Eigentlich müsste Apple-Chef Steve Jobs in diesen Tagen schlecht gelaunt sein: Die gesamte Computer-Industrie steckt in einer Krise, und sein Unternehmen hat es besonders hart getroffen.

Seit dem März 2000 ist der Kurs der Apple-Aktie um 77 Prozent abgestürzt, im jüngsten Quartal machte der Konzern 250 Millionen Dollar Verlust, und auch für die kommenden Monate sind nur rote Zahlen in Sicht. Aus dem gefeierten "Wunderheiler von Apple" wurde rasch der "Absteiger des Jahres 2000".

Das hindert Steve Jobs jedoch nicht daran, auf der Fachmesse Macworld Expo mit freundlicher Miene eine "Neue Goldene Ära" der PC-Industrie vorauszusagen. In den Jahren 1980 bis 1994 habe der Computer in der ersten Goldenen Ära mit Lösungen für das Publizieren (Desktop Publishing) und neuartigen Office-Paketen für eine dramatische Steigerung der Produktivität gesorgt. Ab Mitte der neunziger Jahre sei dann das Internet für eine "zweite Goldene Computer-Ära" verantwortlich gewesen.

"Nun schreibt das Wall Street Journal, der PC sei langweilig geworden. Andere erklären ihn sogar schon für tot", meinte der Apple-Mitbegründer zu den rund 5.000 Zuhörern vor einem überdimensionalen Foto eines Grabsteins mit der Inschrift "PC - R.I.P" (PC - Ruhe in Frieden).

Der persönliche Computer sei aber nicht tot. "Der PC entwickelt sich weiter. Er steht im Zentrum einer vernetzten Welt des digitalen Lifestyles, dem dritten Goldenen Zeitalter der Computerindustrie."

Nach Ansicht von Jobs werden "digitale Assistenten" wie der Minicomputer Palm Pilot, intelligente Mobiltelefone oder digitale Musikgeräte wie MP3-Player und tragbare CD-Spieler dem Computer nicht den Rang ablaufen.

"Der PC hat einen großen Bildschirm, ist ständig mit hoher Bandbreite mit dem Internet verbunden und kann mit Hilfe von leistungsfähiger Software als Hub (Verteilknoten) des digitalen Lifestyles den Wert der mobilen Geräte deutlich erhöhen."

Konsequenz aus der Vision von Jobs für Apple: Der kalifornische Computer-Hersteller wird sein Engagement im Bereich der Multimedia-Software deutlich ausbauen. (PC-WELT, 10.01.2001, dpa/ mp)

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