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Steve Jobs: Optionsschmu auch bei Pixar?

09.02.2007 | 14:05 Uhr |

Mit den Daten für Aktienoptionen scheint es Apple-Chef Steve Jobs in der Vergangenheit wirklich nicht allzu genau genommen zu haben - das "Wall Street Journal" berichtet heute von neuen Ungereimtheiten bei Pixar.

Dabei geht es um ein Optionspaket, das der bekannte Animationsfilmregisseur John Lasseter im Jahr 2001 im Rahmen eines Anstellungsvertrages erhielt, wie das Blatt unter Berufung auf Insider schreibt. Die Optionen seien mit dem niedrigsten Kurs des Vorjahres bepreist gewesen - und der war zu einem Zeitpunkt drei Monate vor der tatsächlichen Unterzeichnung des Vertrags notiert worden. Jobs, seinerzeit Chairman und Chief Executive Officer von Pixar, unterschrieb im Namen der im letzten Jahr an Disney verkaufen Trickfilmschmiede.

Es bleibe allerdings unklar, welche Rolle Jobs bei der Auswahl des zurückliegenden Datums für die Optionsvergabe gespielt habe, heißt es weiter. Das Lasseter-Paket sei eines von mehreren, das die im kalifornischen Emeryville ansässige Filmfirma zu Jahrestiefkursen vergeben habe. Dieses Muster habe bereits die Frage aufgeworfen, ob diese Pixar-Optionen fälschlich rückdatiert worden seien ("Backdating").

Disney führt derzeit eine interne Untersuchung der historischen Pixar-Optionspraktiken durch. Auch Bundesermittler prüften die Pixar-Optionen und warteten gerade auf das Ergebnis der Disney-eigenen Nachforschungen. Jobs sitzt im Verwaltungsrat von Disney und ist nach dem Pixar-Verkauf dessen größter individueller Aktionär. Lasseter ist Chief Creative Officer der Disney-Animationsstudios.

Disney wollte die Meldung über seine bisherigen Stellungnahmen hinaus nicht kommentieren und verwies alle Fragen des "Wall Street Journal" für Steve Jobs weiter an Apple. Dort erklärte eine Firmensprecherin, ihr Chef sei nicht zu erreichen. Zahlende Abonnenten des "WSJ" können den vollständigen Artikel online nachlesen. (tc)

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