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Steuern sparen im Internet

In Singapur sind Steuerzahlern, die ihre Steuererklärung online erledigen, in einem Modellversuch 5 Prozent ihrer zu zahlenden Steuern erlassen worden. Das Angebot hatte einen regelrechten Run aufs Internet zur Folge. Das wirft die Frage auf, warum man solche Konzepte nicht auch hier zu Lande einführt.

Neue Konzepte, um die Internet-Verbreitung in Deutschland und allgemein in Europa zu fördern, werden zur Zeit heiß diskutiert. Auf der "Internet World" in Berlin ging es zum Beispiel um einen Vorstoß, der ursprünglich aus Asien kommt: Einen Preisnachlass für Steuerzahler, die ihre Steuererklärung online erledigen.

Einen Modellversuch - 5 Prozent Rabatt bei Online-Steuererklärungen - hat man jetzt in Singapur abgeschlossen - mit vollem Erfolg: "Was glauben Sie, was da los war", erzählte Dr. Sigmar Mosdorf, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, in seiner Messe-Eröffnungsrede. "Warum machen wir das nicht?"

Nach Ansicht von Mosdorf sind Europas Chancen im Internet enorm. Im Netz gehe es mehr und mehr um Inhalte - und hier habe Europa schon aus kulturhistorischer Sicht viel zu bieten. Außerdem gewinne der mobile Aspekt des Internet immer mehr an Bedeutung ("M-Commerce"). Und im mobilen Bereich sei Europa dank GSM und dem kommenden Handy-Standard UTMS führend.

Die Regierung sei bereit, die noch bestehenden Hindernisse in der Entwicklung von Internet und E-Commerce zu beseitigen, so der Staatssekretär. Als Beispiel nannte er das Rabattgesetz, das noch in diesem Jahr abgeschafft werden soll. (PC-WELT, 23.05.2000, sp)

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