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Bundesfinanzministerium warnt vor Betrugs-Mail

05.05.2010 | 09:11 Uhr |

Spam-artig verbreitete Mails, die eine Steuerrückerstattung versprechen, enthalten ein HTML-Formular, das Kreditkartendaten abfragt. Das Bundesfinanzministerium warnt vor diesen Mails.

In den USA und in Großbritannien sind Phishing- und Malware-Mails, die vorgeblich von den jeweiligen Steuerbehörden (IRS) kommen, bereits seit Jahren gang und gäbe. In dieser Woche warnt nun auch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) vor derartigen Betrugs-Mails, die in Deutschland verschickt werden.

Die Mails kommen mit einem Betreff wie "Sie haben Anspruch auf eine Steuererstattung zu erhalten!" und einer gefälschten Absenderangabe "DIENST@bundesfinanzministerium.de" des BMF. Im Text heißt es, der "SSehr geehrte Antragsteller" sei "berechtigt um eine Steuerruckerstattung zu erhalten" und möge das Formular ausfüllen und einsenden. Der Text strotzt dermaßen vor sowohl grammatikalischen wie auch Rechtschreibefehlern, dass dies selbst im Land der PISA-Loser auffallen muss.

Das HTML-Formular, das an die Mail gehängt ist, fragt zudem Informationen ab, die für eine Steuererstattung nicht relevant sein können. Es werden im Grunde lediglich Angaben zur Kreditkarte verlangt, diese jedoch in aller Ausführlichkeit. Die eingegebenen Daten werden mittels Javascript auf Vollständigkeit geprüft und dann an einen Server in Texas/USA geschickt.

Das BMF erklärt, weder das Bundesfinanzministerium noch die zuständigen Steuerbehörden der Länder seien Absender dieser Mails. Es rät Empfängern der Betrugs-Mails nachdrücklich die Mail zu ignorieren, das Formular keinesfalls auszufüllen und auf die Mails nicht zu antworten.

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