31.01.2012, 20:29

Denise Bergert

Stellenstreichung

Nokia Siemens Networks kündigt Entlassungswelle an

©Nokia Siemens Networks

Nokia Siemens Networks will in Deutschland knapp ein Drittel seiner gesamten Belegschaft entlassen.
Bereits im November hatte Nokia Siemens Networks angekündigt, aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen weltweit rund 17.000 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Heute gab das Unternehmen konkrete Details zum Ausmaß der Entlassungswelle für Deutschland bekannt. So sollen den Kürzungen hierzulande ganze 30 von insgesamt 35 Niederlassungen zum Opfer fallen. Rund 2.900 Mitarbeiter, unter anderem in München, werden dadurch ihre Anstellung bei Nokia Siemens Networks verlieren.

Der Konzern will eigenen Angaben zufolge die übrigen 1.600 Stellen auf fünf Kern-Standorte in Düsseldorf, Ulm, Berlin, Bonn und Bruchsal verteilen. In Ulm soll der Schwerpunkt in Zukunft auf der Forschung und Entwicklung von LTE-Technologie liegen, während in Düsseldorf und Bonn, das Kundengeschäft eine neue Heimat findet. Bruchsal und Berlin dienen künftig als Produktionsstätten für Neuheiten und optische Netze. Die Bereiche Service und Forschung sowie Entwicklung werden ebenfalls nach Berlin ausgelagert.
Wie Nokia-Siemens-Networks-Chef Hermann Rodler in einer Stellungnahme betonte, sei dieser einschneidende Schritt notwendig, um das Unternehmen wirtschaftlich zu halten. Mit Hilfe der Stellenstreichungen soll jährlich rund eine Milliarde Euro eingespart werden. Die Gewerkschafter der IG Metall fordern einen sofortigen Stopp der Entlassungspläne und haben für den morgigen Mittwoch Proteste angekündigt.
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