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AMD streicht 200 Stellen in Dresden

18.06.2008 | 11:50 Uhr |

Die Krise beim Chip-Hersteller AMD hat Opfer in Deutschland gefordert. Im Dresdner AMD-Werk wurden über 200 Mitarbeiter entlassen.

AMDs Chip-Fabrik in Dresden gehört zu den Vorzeige-Projekten, wenn Politiker den Aufschwung in den neuen Bundesländern vor Augen führen wollen. Doch gleichzeitig ist die Dresdner AMD-Fabrik auch ein Grund für ständiges zittern. Denn AMD ist durch den harten Konkurrenzkampf mit Intel angeschlagen, immer wieder machen Gerüchte die Runde, dass die Chip-Produktion aus dem Hoch-Lohnland Deutschland in ein fernöstliches Billiglohnland verlagert werden könnte.

Nun berichtet die Sächsische Zeitung in ihrer Online-Ausgabe, dass AMD in den vergangenen Monaten die Zahl der Beschäftigten am Standort Dresden um über 200 verringert habe. Damit arbeiten noch 2800 Menschen bei AMD Saxony in Dresden. 2007 waren es noch mehr als 3000.

Im Frühjahr 2007 hatte AMD ein drastisches Sparprogramm vorgestellt, mit dem das Unternehmen wieder in die tiefschwarzen Zahlen kommen will. Rund um den Globus sollen dafür zehn Prozent der Arbeitsplätze wegfallen. Davon ist wie man jetzt sieht auch Dresden betroffen. Bereits im Herbst wurden zudem befristete Arbeitsplätze nicht mehr verlängert, wie die Sächsische Zeitung noch nachlegt.

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