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Angriffe auf Online-Spieler nehmen weiter zu

29.08.2008 | 15:26 Uhr |

Online-Spieler sind offenbar weiterhin ein lohnendes Ziel für Malware-Angriffe. Die Zahl der entdeckten Schädlinge, die nur dem Passwortdiebstahl dienen, hat in diesem Jahr rasant zugenommen.

Die Zunahme der neu entdeckten Trojanischen Pferde, die Passwörter für Online-Dienste ausspionieren, fällt in diesem Jahr noch stärker aus als der ohnehin schon steil nach oben zeigende Trend der letzten Jahre. Bis zu 50 Prozent dieser Schädlinge zielen nicht etwa auf Bankkonten sondern auf Online-Spiele, wie der Antivirushersteller McAfee berichtet.

Igor Muttik fasst im McAfee Avert Blog einen von ihm verfassten Bericht zusammen, der in englischer Sprache unter dem Titel "Securing Virtual Worlds Against Real Attacks" als PDF erhältlich ist. Dr. Muttik meint, würden die Bankräuber von früher in der heutigen Zeit leben, hätten sie einen Avatar und würden Trojanische Pferde programmieren, die Passwörter stehlen.

Die Passwortdiebe entwenden den Spielern ihre im jeweiligen Spiel erworbenen virtuellen Güter und Fähigkeiten, um sie auf virtuellen Marktplätzen in ganz reales Geld umzumünzen. Besonders im asiatischen Raum sind Online-Spiele sehr beliebt - folgerichtig gibt es dort auch die meisten Angriffe auf Zugangsdaten. So werden etwa in Taiwan bereits 37 Prozent der Verbrechen im Zusammenhang mit Online-Spielen begangen.

Immerhin hat es zumindest ein solcher Schädling bereits bis auf die Raumstation ISS geschafft , wo er allerdings nicht viel anrichten kann. Online-Spieler neigen dazu ihre Antivirus-Software abzuschalten, weil sie einige Prozent der wertvollen Computer-Leistung kostet und Personal Firewalls mit Warnmeldungen der Spielfluss stören. Das macht Spieler jedoch recht anfällig für Malware-Attacken.

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