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Steckt Microsoft hinter Anti-Linux-Studie?

07.06.2002 | 13:47 Uhr |

Die ADTI (Alexis de Tocqueville Institution) bringt kommende Woche eine Studie heraus, die bereits im Vorfeld für Aufregung sorgt: Das Papier analysiert Cyber-Attacken von Terroristen und kommt zu dem Schluss, dass sich E-Commerce-Anwendungen, Kontrollsysteme für den Luftverkehr und Überwachungseinrichtungen leichter angreifen lassen, wenn deren Sourcecode einsehbar ist oder sie auf quelloffenen Systemen laufen.

Die ADTI (Alexis de Tocqueville Institution) bringt kommende Woche eine Studie heraus, die bereits im Vorfeld für Aufregung sorgt: Das Papier analysiert Cyber-Attacken von Terroristen und kommt zu dem Schluss, dass sich E-Commerce-Anwendungen, Kontrollsysteme für den Luftverkehr und Überwachungseinrichtungen leichter angreifen lassen, wenn deren Sourcecode einsehbar ist oder sie auf quelloffenen Systemen laufen. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Vertreter der Open-Source-Gemeinde vermuten, dass die ADTI-Studie von Microsoft in Auftrag gegeben wurde, um die Angst vor der quelloffenen Konkurrenz zu schüren und das zunehmende Interesse von Regierungen und Militär an Open-Source-Software einzudämmen.

Ein Firmensprecher hat mittlerweile bestätigt, dass Microsoft die ADTI unterstützt. Ob die Studie jedoch direkt bezahlt wurde, wollte der Sprecher nicht sagen. Auch der Chef der ADTI, Ken Brown, hüllte sich auf Nachfragen in Schweigen.

Experten halten Open-Source-Software für genau so sicher oder unsicher wie Programme, deren Quellcode nicht offen liegt.

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