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Steam verbannt Spiel nach Todesdrohung an Gabe Newell

21.10.2014 | 11:44 Uhr |

Steam hat ein Spiel aus seinem Angebot entfernt, nachdem der Entwickler den Steam-Chef Gabe Newell bedroht hat.

Der Ego-Shooter Paranautical Activity ist aus dem Angebot der Online-Spieleplattform Steam am Montag verbannt worden. Steam reagierte damit auf Äußerungen des Entwicklers des Spiels, Mike Maulbeck, auf Twitter. Dort hatte Maulbeck gegen den Steam- und Valve-Chef Gabe Newell eine Todesdrohung ausgesprochen.

Das Indie-Spiel Paranautical Activity war auf Steam am Montag erschienen. Zum Unmut von Maulbeck allerdings mit dem Zusatz "Early Access". Diesen Zusatz verwendet Steam normalerweise zur Kennzeichnung von Spielen, die zwar spielbar sind, sich aber noch in der Entwicklung befinden. Die Reaktion von Maulbeck ließ nicht lange warten. Über Twitter setzte er mehrere Tweets ab, in denen er seinen Unmut über das Verhalten von Steam mit wenig freundlichen Worten bekundete. So warf er Steam unter anderem vor, die Verkäufe des Spiels zu behindern und die potentiellen Käufer zu verwirren.

In einem der Tweets bedrohte er dann auch noch Gabe Newell. "Ich werde Gabe Newell töten. Er wird sterben", schrieb Maulbeck in dem mittlerweile gelöschten Tweet. Steam reagierte prompt und nahm das Spiel komplett aus dem Angebot. Laut Maulbeck wurde er von Steam kontaktiert und ihm die Beendigung der Zusammenarbeit mitgeteilt. Auch sein Entwickler-Konto bei Steam wurde sofort gesperrt. Maulbecks Versuche, Steam noch umzustimmen, scheiterten. Öffentlich beteuert der Entwickler, nicht gemeint zu haben, was er schrieb.

Unklar bleibt, warum Maulbeck so übertrieben reagierte. Das Spiel war auf Steam lange Zeit als "Early Access" verfügbar. Nach der Fertigstellung sollte es nun in der finalen Version über Steam angeboten werden. Steam vergaß dabei offenbar den Zusatz "Early Access" zu entfernen. Ein Fehler, der sich mit einer freundlichen Mail schnell hätte beheben lassen.

Maulbeck versucht nun sein Glück mit der Verbreitung des Spiels über andere Plattformen. Auf Non-Steam-Plattformen konnte er laut eigenem Tweet immerhin zwölf Exemplare verkaufen.

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