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Stau-Bilanz 2012 für Deutschland

30.04.2013 | 08:50 Uhr |

Auch wenn es die meisten Autofahrer anders empfinden dürften: Das Stauaufkommen war zuletzt rückläufig. So gab es 2012 gegenüber 2011 14 Prozent weniger Verkehrsstaus in Deutschland.

Inrix, ein internationaler Anbieter von Verkehrs- und Reiseinformationen, hat eine Auswertung zum Stau-Aufkommen in Deutschland und Europa veröffentlicht. Dieser so genannte Inrix Traffic Index zeigt demnach 18 Prozent weniger Staus in Europa und 14 Prozent weniger in Deutschland, wenn man die Jahre 2012 und 2011 miteinander vergleicht. Im 1. Quartal 2013 setzte sich der Rückgang noch weiter fort. Hier ging das Stau-Aufkommen in Deutschland um weitere 23 Prozent zurück.
 
Der durchschnittliche deutsche Aufofahrer musste im Jahr 2012 37 Stunden Stau ertragen. Das waren sechs Stunden weniger als im Jahr 2011 – ein Rückgang um 14 Prozent. Insgesamt verbrachten deutsche Fahrer mehr Zeit auf den Straßen als Fahrer in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien, jedoch 22 Stunden weniger als Fahrer in Belgien, dem europäischen Land mit dem stärksten Stauvorkommen.
 
Die Lage in den deutschen Großstädten
 
Stuttgart war laut Inrix im Jahr 2012 die Stadt mit dem stärksten Verkehrsaufkommen in Deutschland. Fahrer verbrachten hier 65 Stunden im Stau, sieben Prozent weniger als 2011. Die Stadt mit dem zweithöchsten Verkehrsaufkommen war Köln mit 59 im Stau verbrachten Stunden. München lag 2012 mit 44 Stau-Stunden auf Platz 6: 2011 stand der durchschnittliche Münchner Autofahrer noch 53 Stunden im Stau. Insgesamt zeigen alle 22 analysierten deutschen Städte im Vergleich mit dem Vorjahr einen stetigen Rückgang beim Verkehrsaufkommen, was auf den Einfluss zunehmender Arbeitslosenzahlen und steigender Kraftstoffpreise sowie auf zurückgehende Verbraucherausgaben hinweist. Inrix vermutet nämlich, dass ein rückläufiges Stau-Aufkommen ein Indikator für eine sich verschlechternde wirtschaftliche Situation und zunehmende Arbeitslosenzahlen ist. Dafür spricht, dass im Jahr 2012 Staus besonders in Portugal, Spanien und Italien stark zurückgingen. Also in den von der Euro-Krise besonders betroffenen Staaten.

Inrix wertet für seine Analyse die Daten von Autoherstellern wie Audi, BMW und Toyota, von Navigations-Apps für Smartphones und von Behörden, gewerblichen Fuhrparks und Nachrichtenmedien aus. Dazu kommen Echtzeitdaten von geschäftlichen Fahrzeugen wie Taxis, Flughafen-Shuttles, Lieferwagen, Fernverkehr-LKW und PKW sowie mobilen Geräten.
 
Die gleichen Daten werden für Inrix Traffic genutzt, eine kostenlose App, die Autofahrern hilft, Verzögerungen im Verkehr zu vermeiden.

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