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Statistik: Jeder Europäer telefoniert mobil

04.04.2007 | 15:27 Uhr

Laut einer aktuellen Studie telefoniert jeder Europäer mittlerweile mit mindestens einem Mobiltelefon.

Der Mobilfunkmarkt befindet sich seit Mitte der 90er Jahre in einem stetigen Wachstum, besonders im europäischen Wirtschaftsraum konnte sich die mobile Kommunikation durchsetzen und macht herkömmlichen Festnetz-Anschlüssen starke Konkurrenz. Doch mit einer zunehmenden Sättigung des Marktes nehmen die Zuwächse ab, allein in Deutschland stieg die Zahl der Handynutzer im vergangenen Jahr um nur fünf Prozent, ein Jahr zuvor waren es acht Prozent. Laut einer aktuellen Statistik erreichte der europäische Raum in 2006 eine Sättigung von 103 Prozent, damit verzeichnete die EU erstmals eine Übersättigung des Marktes. In 2005 lag der Wert noch bei 95 Prozent.

Insgesamt befinden sich 478,4 Millionen Mobiltelefone in Benutzung, dabei liegt Luxemburg mit einer Handydichte von 171 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Italien (134 Prozent) und Litauen (133 Prozent). In Deutschland kamen zum Jahresende auf 100 Bewohner 109 Handys. Bei den Franzosen besaßen hingegen nur vier von fünf Einwohnern ein Endgerät. Die Studie befasste sich auch mit der Verbreitung von mobilen Breitband-Anschlüssen, hier lagen die Niederlande mit 29,8 Prozent vor Dänemark mit 29,4 Prozent.

Seit drei Jahren warten die Anbieter hierzulande auf den Durchbruch des Datenturbos UMTS, schließlich hatten sie im Sommer 2000 rund 50 Milliarden Euro in entsprechende Lizenzen investiert. Laut BITKOM stieg die Zahl der 3G-Nutzer im vergangenen Jahr von 2,3 auf 6,5 Millionen Teilnehmer, bis Ende 2007 würden rund 10,5 Millionen Kunden via UMTS telefonieren. Wichtiger als die Teilnehmerzahl ist für die Anbieter das Datenaufkommen, da hier das große Geld zu holen ist. Da die Preise für Sprachtelefonie in den letzten Jahren stetig zurück gingen, erhoffen sich die Netzbetreiber durch höheren Datentransfer mehr Umsatz.

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