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Einer von drei IT-Mitarbeitern bespitzelt Kollegen

20.06.2008 | 13:29 Uhr |

Schnüffelei am Arbeitsplatz - aufgrund der eng miteinander verknüpften Netzwerkstruktur und der damit in Verbindung stehenden Passwortvergabe werden viele Mitarbeiter von ihren Kollegen ausspioniert.

Einer von drei IT-Mitarbeitern in Firmen missbraucht der statistischen Umfragen der US-amerikanischen Informations-Sicherheitsfirma Cyber-Ark zufolge Administratorenrechte, um Kollegen auszuspionieren. Dabei schnüffeln die Spione in vertraulichen Daten wie Gehälter und persönlichen Mails herum. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Das Sicherheitsunternehmen hat 300 IT-Mitarbeiter befragt, von denen 47 Prozent bekannt gaben, sie würden Informationen einsehen, die mit ihrer Arbeitnehmerrolle nichts zu tun hätten.

"Alles was Sie benötigen, ist ein Zugang zu den richtigen Passwörtern oder Konten und Sie finden heraus, was sich zuträgt", erklärt Mark Fullbrok, Direktor bei Cyber-Ark UK. Cyber-Ark sieht das Problem darin, dass bevorrechtigte Passwörter seltener geändert werden als Passwörter für Benutzerkonten. 30 dieser Login-Daten werden nur vierteljährlich geändert, 9 Prozent überhaupt nicht. Zudem erwähnt das Sicherheitsunternehmen, dass sieben von zehn Firmen mit veralteten und daher unsicheren Methoden arbeiten, über die sensible Daten ausgetauscht werden.

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