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Amazon begründet Wikileaks-Sperre

03.12.2010 | 13:24 Uhr |

Amazon hat eine offizielle Begründung dafür geliefert, wieso es die Wikileaks-Seiten nicht mehr hostet. Politischen Druck habe es nicht gegeben, so Amazon.

Wikileaks.org war nach diversen DDos-Attacken auf Server von Amazon Cloud ausgewichen, um seine Website weiterhin ausliefern zu können. Amazon gestattete aber die Nutzung der Server nur für kurze Zeit. Zunächst war angenommen worden, dass der Druck von US-Politikern der Grund für Amazons Entscheidung gewesen sei. Das hat Amazon mittlerweile offiziell dementiert.

Laut Amazon haben weder politischer Druck noch die DDos-Attacken dazu geführt, dass Wikileaks nicht weiterhin auf Amazon-Servern ausgeliefert wird. Stattdessen habe Wikileaks sich nicht an die Nutzungsbestimmungen gehalten. Demnach dürften nur Inhalte veröffentlicht werden, wenn der Betreiber einer Website auch alle Rechte an den Inhalten hat. Außerdem dürfe der veröffentlichte Inhalt nicht die Gesundheit von Menschen gefährden.

Im Falle von Wikileaks sei es klar, so Amazon weiter, dass Wikileaks nicht die vollen Rechte an den 250.000 veröffentlichten Dokumenten des US-Außenministeriums besitze. Außerdem könne davon ausgegangen werden, dass die 250.000 Dokumente nicht vorab ausreichend studiert wurden, um zu verhindern, dass deren Veröffentlichung unschuldige Menschen gefährde.

Wikileaks gerät immer weiter unter Druck. Nachdem die Website ihren Dienst nicht mehr auf den Amazon-Servern hosten durften, musste man auf europäische Server ausweichen. Mittlerweile hat aber auch der DNS-Provider von Wikileaks die Seite gesperrt, so dass Wikileaks.org derzeit nicht erreichbar ist .

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