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Startup entwickelt künstliche Sternschnuppen

03.07.2015 | 05:01 Uhr |

Mit Hilfe von Mikrosatelliten will das japanische Startup ALE künstliche Sternschnuppen am Nachthimmel erzeugen.

Betuchte Japaner können sich anstatt eines Feuerwerks vielleicht schon bald einen Schauer künstlicher Sternschnuppen bestellen. Dafür will das Startup ALE sorgen. Das Unternehmen hat eine Technik entwickelt, mit der die Wunscherfüller auf Knopfdruck über den Nachthimmel ziehen.

Realisiert werden die künstlichen Sternschnuppen über Mikrosatelliten, die ferngesteuert kleine Feuerkugeln ausstoßen, welche von der Erde aus betrachtet, wie echte Sternschnuppen anmuten. Die Kugeln sind wenige Zentimeter groß und rasen mit sieben Kilometern pro Sekunde durch die Atmosphäre. Dabei entsteht Reibung, wodurch die Kugeln hell glühen. Laut ALE sind auf Wunsch sogar unterschiedliche Farben möglich.

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Ganz billig ist der Sternschnuppen-Schauer jedoch nicht. Ein Stern soll laut dem Unternehmen mit umgerechnet 8.000 US-Dollar zu Buche schlagen. Einen wissenschaftlichen Nutzen preisen die Macher ebenfalls an. So könne die Analyse des Lichts der künstlichen Sternschnuppen Details zur Temperatur und der Dichte der Erdatmosphäre liefern.

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