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Bundesnetzagentur versteigert neue Mobilfunk-Lizenzen LTE

12.04.2010 | 14:22 Uhr |

Heute beginnt eine kleine Revolution: Seit 13.00 Uhr versteigert die Bundesnetzagentur die neuen Mobilfunk-Frequenzen nach dem LTE-Standard. LTE dürfte entscheidend unser mobiles Surf- und Nutzungsverhalten verändern und an vielen Orten DSL als wichtigste Breitband-Technologie ablösen.

Die Bundesnetzagentur versteigert seit heute 13.00 Uhr LTE-Mobilfunk-Frequenzen „in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz, 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten“. Um die begehrten LTE-Frequenzen (bei denen es sich teilweise um alte, frei gewordene Rundfunkfrequenzen handelt) kämpfen die deutsche Telekom (vertreten durch T-Mobile), Vodafone D2, O2/Telefónica und E-Plus. Die besten Chancen haben bei dem Bieterstreit ganz eindeutig die Telekom und Vodafone, weil sie über die größten finanziellen Mittel verfügen und aufgrund ihrer Kundenzahlen auch den größten Bedarf an neuen Frequenzen und einer größeren Bandbreite zur Datenübertragung haben.

Die Bieter sitzen hinter verschlossen Türen und müssen sich an ein genau festgelegtes Regelwerk halten. Kein Wunder: Der Bund erwartet einen Auktionserlös in Milliardenhöhe! Als im Jahr 2000 das letzte Mal Mobilfunklizenzen für die breitbandfähige Datenübertragung versteigert wurden - damals handelt es sich um die UMTS-Lizenzen - spülte die Auktion rund 50 Milliarden Euro in die Kassen der klammen Bundesrepublik Deutschland. Für die Unternehmen, die damals mitsteigerten, begann aber bald der Katzenjammer, weil eine Amortisierung der enormen Ausgaben in weite Ferne rückte, Mobilcom verzichtete später sogar freiwillig auf die ersteigerte Lizenz.

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