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Startschuss für Versteigerung der Wimax-Frequenzen

12.12.2006 | 13:16 Uhr |

In Mainz hat heute die Versteigerung der Frequenzen für den breitbandigen, drahtlosen Netzzugang begonnen, die auch für Wimax zum Einsatz kommen werden.

Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur , hat am Dienstag in Mainz den Startschuss für die Versteigerung der Frequenzen für breitbandigen, drahtlosen Netzzugang (Broadband Wireless Access, BWA) im Bereich 3,5 GHz gegeben. Insgesamt hatten sich im Vorfeld sechs Unternehmen dafür beworben, an der Versteigerung teilzunehmen. Allen sechs Teilnehmern wurde die Teilnahme an der Versteigerung erlaubt.

Zugelassen für die Versteigerung sind die Unternehmen Clearwire Europe S.á.r.l. (Luxemburg), Deutsche Breitbanddienste GmbH, EWE TEL GmbH, Inquam Broadband GmbH, MGM Productions Group S.R.L. (Italien) und Televersa Online GmbH .

Ziel einer Frequenz-Versteigerung sei nicht, die Staatseinnahmen zu mehren, sondern in einem offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren festzustellen, welche Bewerber am besten geeignet seien, die knappen Frequenzen effizient zu nutzen, stellte der Präsident klar. Auf den Breitbandmarkt soll mehr Wettbewerb entstehen, der Gebieten zugute kommen soll, die bisher nicht ausreichend mit Breitbandanschlüssen versorgt werden. Hier könnten künftig dann beispielsweise drahtlose Internetzugänge angeboten werden.

„Das regulatorische Ziel, die Breitbandversorgung zu verbessern, soll durch eine mit der Frequenzvergabe verbundene Versorgungsverpflichtung erreicht werden. Bis 2009 ist in 15 Prozent und bis 2011 in 25 Prozent aller Gemeinden einer Versteigerungsregion zumindest eine Grundversorgung sicherzustellen", sagte Kurth.

Interessierte Anwender können den Stand der Versteigerung live auf einer eigens eingerichteten Website verfolgen. In jeder Auktionsrunde, die zu Beginn 120 Minuten dauert, geben die Unternehmen ihre Gebote ab. Am Ende jeder Runde werden die Höchstgebote für die jeweiligen Regionen und Frequenzpakete auf besagter Website veröffentlicht. Insgesamt gibt es 28 Versteigerungsregionen, die die gesamte Republik abdecken. Für jede Region stehen vier Frequenzbereiche zur Versteigerung bereit. Jeder Bieter darf nur für ein Frequenzpaket in einer Region bieten. Die Abgabe der Gebote erfolgt elektronisch, über Rechner der Bundesnetzagentur, wobei die Bieter von einander getrennt sind und sich nicht miteinander absprechen dürfen.

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