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Data Warehouse als flotte Appliance

10.04.2008 | 13:54 Uhr |

Kognitio stellt sich mit seinem Data Warehause out-of-the-box selbstbewusst gegen Oracle und Co. auf und will die Platzhirsche in Sachen Analyse-Technik und Schnelligkeit bei der Abfrage sogar übertreffen.

Kognitio will mit vorkonfigurierter Hard- und Software und auf Data Warehousing zugeschnittener Datenbanktechnik etablierten Anbietern Marktanteile abjagen. Solche Data-Warehouse-Appliances versprechen im Vergleich zu herkömmlichen Data-Warehouse-Systemen unter anderem eine optimierte Performance und schnellere Einführung. Laut Roger Llewellyn, Chief Executive Officer von Kognitio, sei die eigene Technik "Kognitio WX2 Virtual Data Warehouse Appliance" mittlerweile ausgereift und könne es mit Datenbankherstellern wie Oracle nicht nur aufnehmen, sondern diese auch in puncto Abfragegeschwindigkeit übertreffen.

Verteilte Datenbankabfragen
Dies sei technisch möglich, da Produkte von Kognitio, Netezza oder Teradata anders als Oracle und andere Datenbankanbieter keine komplette Indizierung der gespeicherten Daten vornehmen, sondern sämtliche Daten laufend lesen, sagte der Manager gegenüber "Computerwire". "Sehr einfache Datenbankabfragen laufen zwar schneller mit Hilfe eines Index, doch bei komplexen Queries, wie sie im Data Warehousing an der Tagesordnung sind, ist unser Ansatz um ein Vielfaches schneller", behauptet Llewellyn. Der Grund hierfür sei, dass sich in WX2 die Verarbeitung einer Datenabfrage parallel auf vielen Prozessoren verteilen lasse. Fügen Anwender weitere Server und Prozessorleistung hinzu würde sich die Leistung linear entwickeln und keine "Latency" entstehen. "Wir haben zehn Jahre und 40 Millionen Pfund Entwicklungskosten in das Produkt gesteckt", sagte Llewellyn. Die Kongnito-Datenbank sei allerdings ganz auf analytische Anwendungen ausgelegt und kein OLTP-System. Daher könne man sie auch parallel beispielsweise zu einer Oracle-Datenbank betreiben.

Data Warehouse as a Service
Aktuell kann Kognitio 15 Kunden in Großbritannien vorweisen, von denen einige die Appliance durch den Hersteller extern als "Data Warehouse as a Service" betreiben lassen. So habe man kürzlich den auf Kundenkarten spezialisierten Dienstleister Nectar gewonnen. Dieser betreibt heute ein Data Warehouse mit einem Volumen von fünf Terabyte. Zunächst hatte der Kunde dieses mit Oracle aufgebaut. Doch nach viereinhalb Monaten Einsatz war Nectar offenbar nicht zufrieden mit der Performance und ließ Kognitio die Daten in seinem System ausprobieren. "Nach fünf Stunden konnten wir Abfragen machen, die sechzig Mal schneller waren".

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