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Stagefright-Lücke: Gratis-App verrät, ob Ihr Android-Smartphone betroffen ist

06.08.2015 | 11:04 Uhr |

Der kostenlose Stagefright Detector von Lookout verrät Ihnen, ob auch Ihr Android-Smartphone oder -Tablet durch die Lücke gefährdet ist.

Der App-Entwickler Lookout, der vor allem für seine Antiviren-App für Android-Geräte bekannt ist, hat mit dem Stagefright Detector eine neue Gratis-Anwendung für Android-Smartphones und -Tablets im Angebot. Die fiese Stagefright-Lücke betrifft etwa 95% aller Android-Geräte. Die Angreifer mogeln schadhaften Code auf Ihren Androiden, indem Sie Ihnen beispielsweise eine MMS oder Hangout-Nachricht schicken. Sie müssen diese unter bestimmten Umständen nicht einmal öffnen, um infiziert zu werden. Theoretisch können Sie Opfer der Lücke werden, während Sie schlafen. Google und erste Smartphone-Hersteller haben bereits auf die Lücke reagiert - doch Patches dagegen sind derzeit eher noch Mangelware. Zudem ist die Situation vor allem für weniger Versierte sehr unübersichtlich - welche Android-Version ist sicher, welcher Hersteller hat wo einen Patch veröffentlicht?

Der Stagefright Detector von Lookout soll Ihnen zumindest Gewissheit geben, ob auch Ihr Androide betroffen ist. Dazu checkt die App zunächst die Version des Mediaplayers von Android, der die Sicherheitslücke eventuell aufweist. Dann gibt sie Auskunft, ob Sie gefährdet ist, oder ob das Gerät bereits einen Patch erhalten hat.

Schlägt die App in Ihrem Fall Alarm, gibt sie Anweisungen, was Sie gegen die Sicherheitslücke tun können. So zeigt sie, wie Sie den Abruf von MMS-Nachrichten in den standardmäßigen Nachrichten-Apps deaktivieren können - über dieses Einfallstor schleusen Angreifer den Code ein. Diese Maßnahme macht zwar nicht alle Schotten dicht, aber sie macht potentiellen Angreifern das Leben deutlich schwerer.

Achtung: Die App setzt Android 4.1 oder höher voraus. Betroffen sind aber auch sehr viele Geräte ab Android 2.2. Sollten Sie ein älteres Gerät haben, können Sie dieses leider nicht mit dem Detector scannen.

Video: Die unglaublichsten Sicherheitslücken im Internet
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