19.06.2011, 14:03

Denise Bergert

Staatsanwaltschaft Dresden

Kino.to-Betreiber hat Millionen-Vermögen erwirtschaftet

©kino.to

Nach einer Polizei-Razzia und der Abschaltung der illegalen Film-Streaming-Website kino.to, wurden nun mehrere Konten des Betreibers von der Staatsanwaltschaft Dresden beschlagnahmt.
Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden gab heute auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd neue Details zur strafrechtlichen Verfolgung des kino.to-Betreibers Dirk B. aus Leipzig bekannt. So wurden in den vergangenen Tagen Computertechnik, drei Luxus-Karossen in Mallorca und Deutschland, sowie mehrere Konten in Spanien beschlagnahmt. Der kino.to-Betreiber war demnach kein Robin Hood, sondern erwirtschaftete mit dem Betrieb des Film-Streaming-Portals rund 2,5 Millionen Euro.
Neben Dirk B., der als Kopf der illegalen Film-Anbieter eingestuft wird, sind auch weitere kino.to-Mitarbeiter ins Visier der Justiz geraten. Auf dem Konto eines Kollegen fand die Polizei weitere 200.000 Euro. Im Gegensatz zu Dirk B., der zu den Vorwürfen noch keine Stellung bezogen hat, zeigen sich einige seiner Mitarbeiter geständig, berichtet das Magazin Focus und zitiert dabei einen Ermittler. Demnach habe Dirk B. mit dem Betrieb von kino.to einen „Riesenreibach“ gemacht.
Anfang des Monats wurde kino.to imRahmen einer Razzia gesperrt und die Verantwortlichen festgenommen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden bestätigt, war kino.to der größte deutschsprachige Anbieter für raubkopierte Serien und Filme. Rund vier Millionen Nutzer profitieren täglich von dem kostenlosen Angebot. Die Gewinne von Dirk B. und seinen Kollegen liegen den Schätzungen zufolge im Millionen-Bereich – ebenso hoch wird der Schaden für die Filmwirtschaft eingestuft.
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