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Spyware ist im Kommen

05.04.2005 | 14:51 Uhr |

Beobachtungen des Content Security Response Team (CSRT) von Aladdin zufolge, hat sich mittlerweile ein Großteil der Malware-Autoren weltweit auf die Erstellung und Verbreitung von Spyware fokussiert.

Obwohl Viren und Spam nach wie vor ein heißes Thema sind, wird es im Jahr 2005 einen deutlichen Trend hin zu Spyware geben. Zu dieser Einschätzung kommt Aladdin Knowledge Systems .

Grundlage für diese Einschätzung ist eine vom Content Security Response Team (CSRT) von Aladdin über mehrere Monate durchgeführte Analyse der Aktivitäten von Malware-Autoren. Die Sicherheitsspezialisten kamen dabei zu dem Ergebnis, dass sich über 70 Prozent der Virenprogrammierer (weltweit) auf die "Erstellung und Verbreitung von Spyware fokussiert" haben.

Ausführungen von Aladdin zufolge arbeiten die Autoren nicht mehr wie früher, das heißt es geht für die Virenprogrammieren nicht so sehr darum, technische Hürden zu überwinden oder großen Schaden anzurichten. Vielmehr sei Geld die treibende Kraft. Sei es dadurch, dass die Technik verkauft wird oder indem die Malware-Autoren selbst ein Geschäft "eröffnen".

Ludger Wilmer, Geschäftsführer bei Aladdin Deutschland , sagte dazu: "Unsere Analyse der letzten Monate zeigt deutlich, dass die Mehrzahl der Virenprogrammierer sich von der Kreation komplizierter Viren mit größtmöglichem Schadenpotenzial hin zu Spyware-Entwicklung orientieren. Die Spyware-Programme werden in Verbindung mit der organisierten Kriminalität und illegalen Geldgeschäften genutzt. Verkauft werden entweder die Spyware-Anwendungen selbst oder gestohlene Daten, die von dubiosen Firmen weiterverwertet werden, etwa für den Zugriff auf Kontodaten. Die Art der Bedrohung aus dem Netz hat sich damit erstmals seit Jahren deutlich verändert."

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