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TwitBlock sortiert Spammer aus

24.08.2009 | 15:31 Uhr |

Ein neuer Dienst namens TwitBlock soll Twitter-Nutzern helfen unliebsame Follower auszusortieren, die aller Wahrscheinlichkeit nach nur Spam-Bots sind. TwitBlock generiert aus verschiedenen Daten ein Ergebnis, das jedoch mit Verstand interpretiert werden sollte.

Spammer nutzen recht schnell jedes neue Kommunikationsmedium für ihre Zwecke. Wer sich als eifriger Twitterer über eine täglich anwachsende Zahl seiner Follower freut, sollte wissen, dass hinter vielen davon keine reale Personen stecken. Etliche sind nur Spam-Bots, automatisch generierte und Script-gesteuerte Twitter-Konten. Sie folgen anderen Twitter-Nutzern, um diese und deren Follower möglichst auf sich zu ziehen.

Wer sich bislang schon der Mühe unterzieht solche Spam-Bots manuell auszusortieren und zu blockieren, findet in TwitBlock ein Werkzeug, das diese Arbeit wesentlich erleichtert. TwitBlock analysiert die verfügbaren Daten über die Konten der Follower und vergibt Punkte für Spam-verdächtiges Verhalten. TwitBlock blockiert keine Konten von sich aus, es liefert nur eine Entscheidungshilfe. Tim Whitlock, der Entwickler von TwitBlock, betont, seine Software sei noch in einem frühen Entwicklungsstadium und sollte mit Verstand benutzt werden.

Whitlock hat festgestellt, dass die Spam-Bots oft den gleichen Avatar benutzen. Wer also in der Liste seiner Follower etliche mit dem gleichen Bild findet, darf mit einiger Berechtigung annehmen, dass es sich um Spam-Bots handelt. Whitlock hat eine Liste der 20 beliebtesten Avatare zusammen gestellt, basierend auf den Daten von 3000 TwitBlock-Nutzern. Die Verwendung eines solchen Avatars ist eines der wichtigsten Kriterien, nach denen TwitBlock Punkte vergibt.

Wer TwitBlock benutzt, erhält eine sortierte Liste seiner Follower, angeführt von denen mit den meisten Spam-Punkten. Er sollte jedoch nicht blindlings alle Konten auf die Blockliste setzen, die ein paar mehr als 20 Punkte haben. Spam-Bots kommen gerne mal auf weit mehr als 1000 Punkte. Follower-Konten mit 100 oder 200 Punkten sollten genauer untersucht werden.

TwitBlock zeigt im Einzelfall an, für welche Verhaltensmerkmale ein Konto Punkte gesammelt hat. So gibt es etwa Punkte, wenn jemand mehr Twitter-Nutzern folgt als er selbst Follower hat. Auch die Zahl der TwitBlock-Nutzer, die ein Konto auf ihre persönliche Sperrliste setzen, beeinflusst die Punktzahl für dieses Konto. Blockieren sollte man nur solche Follower, die klar als Spam-Bots erkannt werden können.

TwitBlock verwendet OAuth - wer es benutzen möchte, muss also seine Anmeldedaten nicht preisgeben sondern TwitBlock in seinem Benutzerkonto freischalten. TwitBlock erhält dann über die Twitter-API Zugriff auf das Konto, ohne die Anmeldedaten zu erfahren. Das ist notwendig, um die Liste der Follower untersuchen zu können. Wer TwitBlock einsetzt, könnte feststellen, dass die Zahl seiner echten Follower doch nicht so groß ist wie angenommen. Twitter löscht auch selbst regelmäßig Konten von Spam-Bots, TwitBlock hat darauf jedoch keinen Einfluss. Twitter filtert auch verdächtige URLs schon beim Anlegen eines Tweet.

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