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Sprachsoftware für Roboter wie Lego Mindstorms NXT: Auf der CeBIT und bald im Handel

13.03.2007 | 12:37 Uhr |

Ein Roboter, der aufs Wort gehorcht. Was wie ein Gag aus Raumschiff Enterprise klingt, könnte bald Wirklichkeit werden. Denn Wissenschaftler der Universität Saarbrücken tüfteln bereits an einer Sprachsteuerung für Roboter. Auf der CeBIT lässt sich ein Prototyp dieser Software bewundern, demnächst soll die Software Dialog OS auch im Handel erhältlich sein. Zu einem endkundenfreundlichen Preis und kompatibel zum Lego Mindstorms NXT.

Noch sind Roboter für den eigenen Haushalt eher eine spielerische Kuriosität als ein wirklich sinnvolles Hilfsmittel. Zumal die Kommunikation mit den kleinen Helfern nicht gerade einfach ist, muss man dafür doch eine Programmiersprache lernen. Leichter soll es aber mit "Dialog OS", einer Sprachsteuerungssoftware der CLT Sprachtechnologie GmbH gehen (die CLT ist ein Spin-off-Unternehmen der Universität des Saarlandes ). Dialog OS ist ein - wie die Entwickler versprechen - einfach zu bedienendes Sprachdialogsystem, das Sprache erkennen sowie ausgeben und damit im Dialog flexibel reagieren kann.

Am Stand der Universität des Saarlandes (Halle 9, Stand B 65) kann man "Dialog OS" kennen lernen. Dort wartet nämlich die sprechende Roboterfrau Linda auf Gesprächspartner. Linda stellt Quizfragen zur CeBIT und zum Saarland und lässt die Messebesucher dann einzelne Buchstaben des Lösungswortes erraten. Außerdem soll sich Linda mit Besuchern unterhalten.

Dialog OS besitzt laut der CLT Sprachtechnologie GmbH eine Schnittstelle zum Lego-Roboter Mindstorms NXT . Die auf der CeBIT vorgestellte Linda basiert im Wesentlichen auf einem handelsüblichen Lego Mindstorms NXT (siehe Foto zu dieser Meldung rechts oben), den die Entwickler von CLT noch um zusätzliche Legobausteine erweiterten. Die Dialog OS-Software wird jedoch nicht auf dem NXT-Speicherchip installiert (der dafür viel zu wenig Speicher und zu wenig Rechenleistung besitzt), sondern auf einem PC (Systemvoraussetzungen für Dialog OS sind ein Pentium mit 500 MHz oder ein PowerMac G4 mit mindestens 256 MB RAM; Windows, Linux oder Mac OS X, Java Runtime 1.5 oder neuer, Bluetooth und Soundkarte). Der Rechner kommuniziert dann via Bluetooth mit dem NXT. Die eigentliche Rechenleistung erledigt also der PC und nicht der Lego-Roboter. Letzterer dient nur als Ein- und Ausgabeinstrument.

Derzeit ist Dialog OS noch nicht verfügbar, in den nächsten Tagen oder Wochen soll aber eine Demoversion hier erscheinen. Dann wird auch die Vollversion in den Handel kommen, der Preis dürfte bei um die 80 Euro liegen, wie Daniel Bobbert von CLT auf Nachfrage der PC-WELT erklärte. Bis Ende März soll Dialog OS außerdem zu einem vergünstigten Messepreise erhältlich sein.

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