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Spioniert Diskeeper Anwender aus?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überprüft eine umstrittene Komponente von Windows 2000 auf mögliche Gefahren für die Datensicherheit. So steht der Defragmentierer "Diskeeper" im Ruf, Anwenderdaten auszuspionieren.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überprüft umstrittene Teile von Windows 2000 auf mögliche Gefahren für die Datensicherheit. Das Betriebssystem war wegen einer möglichen Verstrickung mit der Scientology-Organisation in die Schlagzeilen geraten.

Überprüft werden solle von den BSI-Experten vor allem, ob persönliche Daten von der Festplatte unbemerkt an Dritte weitergeleitet werden könnten. Dadurch könnten Anwender möglicherweise ausspioniert werden, was Microsoft jedoch dementiert. Mit den möglichen Verwicklungen von Scientology wird sich das Bundesamt einem Sprecher zufolge aber nicht befassen. Das BSI sei eine rein technische Behörde zur Prüfung der Sicherheit.

Laut Microsoft stammt der Festplattendefragmentierer "Diskeeper", von der Firma Exekutive Software, deren Chef bekennender Scientology-Anhänger ist. Aus diesem Grund gibt es in deutschen Behörden Bedenken gegen die Einführung der Software. Auch diverse katholische Bistümer wollen Windows 2000 vorerst nicht einsetzen. (PC-WELT, 07.06.2000, dpa/ sp)

Win 2000: Scientology-Software wird überprüft (PC-WELT Online, 17.2.2000)

Aufruf zum Windows-2000-Boykott (PC-WELT Online, 24.1.2000)

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