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Spionieren Dotwins?

08.05.2001 | 13:44 Uhr |

Im Internet kursieren Gerüchte, dass die Dotwins, die derzeit von Pro 7 als Werbeaktion verteilt werden, einen Spionagechip enthalten würden. Weiterhin wird behauptet, dass Infinion den Chip hergestellt hätte und er wäre sogar mit 128 KB Speicher bestückt und diene dem Zweck, Schwarzsehern bei der GEZ (Gebühreneinzugszentrale) zu melden.

Im Internet kursieren Gerüchte, dass die Dotwins, die derzeit von Pro 7 als Werbeaktion verteilt werden, einen Spionagechip enthalten würden. Weiterhin wird behauptet, dass Infinion den Chip hergestellt hätte und er wäre sogar mit 128 KB Speicher bestückt und diene dem Zweck, Schwarzsehern bei der GEZ (Gebühreneinzugszentrale) zu melden.

Die PC-WELT kann jedoch Entwarnung geben: Bei den Dotwins handelt es sich lediglich um ein bedrucktes Stück dicker Pappe. Auf einer Seite ist es zusätzlich mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen, die sich sie langsam rot verfärbt, wenn der Dotwin am Fernseher festgeklebt wird und spezielle Sendungen laufen. Und das ist auch der eigentliche Hintergedanke bei der Aktion: Wenn man einen Dotwin am Fernseher kleben hat, zappt man weniger durch die anderen Programme, wenn gerade wieder die Werbung erscheint.

Außerdem wäre ein Chip mit den in E-Mails und auf privaten Homepages beschriebenen Leistungen heutzutage noch nicht realisierbar und er wäre zudem extrem teuer. Zweitens hätte der Fernsehsender Pro 7 nichts von der GEZ-Aktion, denn nur die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD und ZDF bekommen etwas von diesem Geld ab. Pro 7 hingegen als privater Fernsehsender lebt nur von der Werbeeinnahmen der Programme. Außerdem wäre eine solches Vorgehen schon allein durch die deutschen Datenschutzgesetze schier unmöglich.

Es handelt sich bei der Dotwin-E-Mail lediglich um einen Hoax, also einen schlechten Scherz.

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