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Spionagesoftware bespitzelt auch PCs ohne Internet-Verbindung

03.03.2014 | 18:09 Uhr |

Der Schädling Uroburos sammelt Daten im Hintergrund und verschickt diese gesammelt, wenn sich ein Rechner mit Internetzugang ausmachen lässt.

Normalerweise sind Rechner, die nicht mit dem Internet verbunden sind, vor Hacker-Attacken und Spionageaktionen sicher. Ralf Benzmüller von der Sicherheitsfirma G Data hat nach fast einem Jahr nun eine Uroburos getaufte Spionagesoftware entschlüsseln können, die auch Rechner ausspioniert, die nicht mit dem Internet verbunden sind.

Dazu sucht der mit Uroburos Rechner nach einem anderen PC im Netzwerk, der zumindest zeitweise über einen Internetanschluss verfügt. Ist dieser Computer einmal aufgespürt, so werden die Daten unbemerkt im Hintergrund an die Macher des Schädlings gesendet.

Selbst in sehr sensiblen Netzwerken lässt es sich oft nicht vermeiden, dass einzelne Rechner von Zeit zu Zeit Informationen aus dem Internet aufrufen. Genau hier greift Uroburos ein, um seine gesammelten Daten zu verschicken.

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Benzmüller geht aufgrund der Komplexität davon aus, dass Uroburos von einem Geheimdienst entwickelt wurde. Codestücke deuten zudem darauf hin, dass die Entwickler aus Russland stammen. Bislang treibt der Schädling nur auf Windows-Rechnern sein Unwesen. Einen wirksamen Schutz gibt es noch nicht.

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