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Spielerei oder Big Brother: Google erkennt Gesichter

30.05.2007 | 14:25 Uhr |

Ein undokumentiertes Feature bei der Bildersuche von Google ermöglicht das Unterscheiden von Bildern, die Personen enthalten. Erschreckend: Google verfügt bereits über die Technologie, um Personen auch zuzuordnen.

Google findet (fast) alles - und kann jetzt auch gezielt nach Gesichtern suchen . Ein bislang undokumentierter Imgtype-Zusatz zeigt nur solche Bilder an, auf denen Gesichter enthalten sind. Um die Gesichtserkennung zu aktivieren fügt man einfach den Parameter “&imgtype=face” am Ende der URL in der Adressleiste ein. Führen Sie also einen Suchauftrag nach folgendem Muster durch: http://images.google.com/images?q=suchbegriff&imgtype=face. So erhalten Sie nur Bilder mit Gesichtern, zu denen der gewünschte Begriff passt.

Bislang kann die Suchmaschine nur unterscheiden, ob ein Bild Gesichter enthält oder nicht. Zur Zuordnung wird die Seite sowie die dazugehörigen Metadaten analysiert. Richtig spannend wird die Anwendung erst dann, wenn Google es schafft, Ähnlichkeiten von Gesichtern zu erkennen und diese auch in unterschiedlichen Bildumgebungen richtig zu analysieren. Dann ließe sich die Anwendung auch für erkennungsdienstliche Aufgaben gebrauchen. Die hierfür nötige Technik hat Google bereits. Sie stammt von Neven Vision , einem Unternehmen, das Google im August des vergangenen Jahres aufgekauft hat, und wurde bereits bei Googles Grafik-Software Picasa eingesetzt .

Besonders kritisch wird diese Funktion im Zusammenhang mit einem Feature , das Google für seinen Maildienst Google Mail anbietet. Hier lassen sich zu Kontakten Bilder hinzufügen. Google verfügt so über eine riesige Personendatenbank, aus der sich problemlos ein Bildindex erstellen ließe.

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