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Spielemesse E3 ändert ihr Konzept massiv

01.08.2006 | 12:41 Uhr |

Es wurde in den vergangenen Tagen schon über das Aus der großen Spielemesse E3 in Los Angeles gemunkelt. Jetzt steht fest: Die E3 wird auch weiterhin stattfinden. Allerdings mit einem neuen Namen und einem massiv geänderten Konzept.

Die Spielemesse E3 hat in diesem Jahr zum letzten Mal in dieser Form stattgefunden. Der Veranstalter Entertainment Software Association ( ESA ) will das Konzept für die Messe nach 12 Jahren massiv ändern und sie ab dem kommenden Jahr in einem kleineren Rahmen stattfinden lassen.

Mit dem neuen Konzept, so Douglas Lowenstein, Präsident der ESA, will sich die Messe an den veränderten Bedürfnissen der Spielebranche anpassen. Statt großer Event soll die E3 künftig ein kleinerer Treffpunkt für Medien, Spieleentwickler und Einkäufer werden. Presse-Events sollen im Vordergrund stehen, bei denen auch neue Spieletitel gezeigt werden sollen, über die dann die Medien berichten können. Der Fokus auf die Medien spiegelt sich auch in dem neuen Namen der Messe wieder. Sie wird künftig "E3 Media Festival" heißen.

Die genaueren Details zum Konzept der neuen E3 sollen in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden. Ziemlich sicher ist, dass die E3 auch im kommenden Jahr in Los Angeles stattfinden wird. Allerdings dann nicht mehr in den großen und teuren Hallen des Los Angeles Convention Centers, sondern in einem oder zwei Hotels. Zur letzten E3 im Mai kamen noch 60.000 Besucher. Im Jahr 2007 wird das erste "E3 Media Festival" für 5000 Teilnehmer geplant.

Vom Termin her rückt die E3 näher an die Games Convention in Leipzig, die immer im August stattfindet. Statt im Mai soll die E3 künftig im Juli veranstaltet werden. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Spieleentwickler vornehmlich für das Weihnachtsgeschäft produzieren und im Mai dementsprechend wenig zeigen können.

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