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Projekt will Games sozialer machen

09.05.2010 | 14:37 Uhr |

Ein neues europäisch-israelisches Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, für mehr soziale Interaktion bei Computerspielen, insbesondere Massiv-Mehrspieler-Onlinegames (MMOs), zu sorgen.

Speziell zielt "Community Network Game" (CNG) zu diesem Zweck darauf ab, die Integration von nutzergenerierten Inhalten in Spiele zu erleichtern. Das von der EU geförderte Projekt will dafür die technischen Voraussetzungen schaffen. Einen Vorteil verspricht man sich ganz unabhängig von den technischen Entwicklungen. "Dieses Projekt bringt Forschung und Entwickler zusammen und wird die europäische Dimension von MMOs unterstreichen", betont Malte Behrmann, Generalsekretär der an CNG beteiligten European Games Developer Federation , im Gespräch mit pressetext.

Zwar bieten viele Spiele schon jetzt Interaktionsmöglichkeiten wie beispielsweise In-Game-Chats. "Die Art, wie die meisten Spiele gestaltet sind, schränkt aber die Möglichkeit zur Integration von nutzergenerierten Inhalten wie Videos, Fotos oder Tools in Games ein", meint Jonathan Freeman, Geschäftsführer bei Projektpartner i2 media research . Genau das soll sich durch das CNG-Projekt beispielsweise durch neue Techniken ändern, welche die 3D-Video-Streaming bei MMOs die Client-Server-Verbindung entlastet.

Dazu will man unter anderem die klassische Client-Server-Architektur um die Verwendung von P2P-Technologien (Peer-to-Peer) ergänzen. In Verbindung damit soll die "In-Game Graphical Insertion Technology" (IGIT) des israelischen Unternehmens Exent zum Einsatz kommen. "IGIT für ein Many-to-Many-Umfeld umzusetzen, ist eine spannende Herausforderung", meint Exent-VP und CTO Itay Nave. Grundsätzlich ist IGIT laut Behrmann eine vielversprechende Technologie nicht nur zur Einbindung nutzergenerierter Inhalte, sondern auch für In-Game-Werbung.

Letztendlich soll das die soziale Verbindung zwischen Gamern fördern und auch ihre Bindung zu den Spielinhalten. Dabei will man auch die spieleübergreifende soziale Interaktion verbessern und damit auch zu einem besseren Zusammenhalt von Online-Communtys erreichen. Behrmann sieht außerdem die Chance, dass dadurch mehr Spieleentwickler erkennen, dass auch sie von der Teilnahme an geförderten Forschungsprojekten profitieren können.

(pte)

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