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Spiele-Publisher THQ gibt es nicht mehr

24.01.2013 | 10:04 Uhr |

Die Hoffnungen auf einen Investor sind zerschlagen. Nun wird der Spiele-Publisher THQ in seine einzelnen Marken aufgeteilt und verkauft. Was bedeutet das für Metro und die anderen Games?

Der Insolvenzantrag des Spiele-Publishers THQ Ende Dezember kam überraschend. Damals gab man sich noch optimistisch - es war bereits von einem Investor die Rede. Doch diese Hoffnungen haben sich zerschlagen - wie sich nun zeigt. THQ wird in seine einzelnen Marken aufgeteilt und von verschiedenen Konkurrenten übernommen. Schon am Freitag sollen die Mitarbeiter von THQ entweder unter neuer Flagge arbeiten, oder keinen Job mehr haben.

Die Branchen-Webseite mcvuk.com will von folgenden Verhandlungen erfahren haben:

  • Koch Media (Risen) könnte das Entwickler-Studio Volition (Saints Row) und die Rechte am Shooter Metro kaufen. Dabei soll Koch Media Ubisoft (Assassin's Creed) deutlich überboten haben. Die Rede ist von 22 Millionen US-Dollar für das Studio (Ubisoft habe nur 5,4 Millionen geboten) und 5,8 Millionen US-Dollar für die Rechte (Ubisoft: 5,175 Millionen).

  • Take-Two (Borderlands) könnte sich die Reche an Evolve sichern - für 10 Millionen Dollar. Bei Evolve handelt es sich um eine relativ neue Marke; über das Spiel ist noch wenig bekannt. Turtle-Rock (entwickelte im Auftrag THQs Evolve) habe angeblich 250.000 US-Dollar für die Rechte geboten.

  • Der deutsche Entwickler Crytek (Crysis) will angeblich den Ego-Shooter Homefront einkaufen. Crytek stand bereits bei THQ unter Vertrag, um an einer Fortsetzung zu arbeiten. Die Rechte soll Crytek sich 500.000 US-Dollar kosten lassen.

  • Sega soll 26,6 Millionen US-Dollar für den Entwickler Relic (Company of Heroes) geboten haben. Bethesda ( Skyrim ) habe den Bieterstreit mit 300.000 Dollar also deutlich verloren.

  • Ubisoft soll sich die Rechte am South Park-Spiel für 3,265 Millionen US-Dollar sichern und für 2,5 Millionen das Studio THQ Montreal kaufen. Die Kanadier haben zuletzt einige Ex-Ubisoft-Mitarbeiter eingestellt.

Doch nicht alle THQ-Posten sollen einen Käufer gefunden haben. Vigil, der Entwickler von Darksiders, zum Beispiel. Oder die Publisher-Einheit von THQ und einige weitere Marken. Man wolle sich aber weiter um Käufer bemühen, heißt es.

Doch selbst bei den übernommenen Marken ist es zu früh für Erleichterung bei den Arbeitnehmern. Die Übername ist nicht unbedingt sicher und wenn, kann der neue Arbeitgeber womöglich weniger Gehalt bezahlen.

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