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Adblocker-Problem

Spiegel Online klagt auch gegen Adblocker Plus

15.01.2016 | 10:55 Uhr |

An der Klage gegen den Adblocker-Plus-Betreiber Eyeo beteiligt sich auch Spiegel Online.

Die Anzahl der Medienhäuser, die gegen Eyeo - dem Betreiber von Adblocker Plus - vor Gericht ziehen, ist größer als bisher angenommen. Auch Spiegel Online hat laut einem Bericht des Branchendienstes Horizont eine Klage vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Den aktuellen Plänen zufolge ist der erste Verhandlungstermin für den 4. Mai angesetzt.

RTL, Pro Sieben Sat 1, Zeit Online und Axel Springer befinden sich bereits im Rechtsstreit mit Eyeo und die laufenden Verfahren sind  derzeit in der Berufung vor den Oberlandesgerichten in München, Köln und Hamburg. Eine weitere Klage der Süddeutsche Zeitung wird demnächst vor dem Landgericht München verhandelt.

Alle Klagen richten sich gegen das "Acceptable Ads Programm" für Adblocker Plus von Eyeo. Online-Werbung, die gewisse Kriterien erfüllt, wird vom Adblocker nicht geblockt. Größere Website-Anbieter müssen Eyeo für die Teilnahme an dem Programm bezahlen. Eyeo hatte kürzlich erklärt, dass die Zahlung ab 10 Millionen zusätzlicher Werbe-Impressionen pro Monat fällig wird und dabei dann an Eyeo 30 Prozent der aufgrund des Whitelistings erwirtschafteten Umsätze abzuführen seien. Die Medienhäuser sind von diesem Geschäftsmodell von Eyeo nicht sonderlich begeistert und klagen bereits seit einiger Zeit dagegen.

Lesetipp: AdBlock und AdBlock Plus für PCWelt.de anpassen

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