Sperre

Sexualstraftäter bekommen Xbox-Live-Verbot

Freitag, 06.04.2012 | 13:03 von Denise Bergert
Im Rahmen der „Operation: Game Over“ wurden im US-Bundesstaat New York mehr als 3.500 Sexualstraftäter aus den Online-Services von Sony, Microsoft, Apple & Co. ausgeschlossen.
Mit der „Operation: Game Over“ will der New Yorker Staatsanwalt General Eric Schneiderman ein Zeichen gegen Sexualstraftaten setzen. Auf seine Anordnung hin wurden über 3.500 Sexualstraftäter aus dem Raum New York von den Online- und Online-Gaming-Services unterschiedlicher Anbieter ausgeschlossen. Die Sperren betreffen unter anderem Microsofts Xbox Live und Sonys PlayStation Network. Ebenfalls beteiligt sind Apple, Electronic Arts und Blizzard.

Laut Schneiderman soll die „Operation: Game Over“ verhindern, dass Online-Videospiel-Systeme zum digitalen Spielplatz für gefährliche Jäger werden. So müssten Sexualstraftäter unbedingt daran gehindert werden, in Gaming-Netzwerken an leichte, minderjährige Beute zu kommen.

Die New York Civil Liberties Union sieht der Aktion mit gemischten Gefühlen entgegen. Wenn die Intentionen auch gut seien, würden derartige Sperren jedoch nur wenig zur Sicherheit von Kindern beitragen. Weiterhin trete „Operation: Game Over“ das Recht auf Meinungsfreiheit mit Füßen, erklärte Sprecherin Jennifer Carnig gegenüber dem Branchen-Magazin Gamasutra. Laut Carnig verfehle die Online-Sperre außerdem das Grundproblem bei Sexualstraftaten. Betroffene Kinder würden in der Regel von Bekannten missbraucht, nicht aber beim Spielen von Videogames über ein Online-Netzwerk.

Freitag, 06.04.2012 | 13:03 von Denise Bergert
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1427528